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Öffentliche Verwaltung

Bezirk Hamburg-Mitte: Wochenmärkte der Zukunft

In einem individuellen Prozess haben wir zusammen mit dem Bezirk Hamburg-Mitte über 40 Maßnahmen entwickelt, um die Wochenmärkte neu zu positionieren.

Herausforderung

Eigentlich müssten Wochenmärkte mit ihrer Idee von nachhaltig regionaler, qualitativer und kostengünstiger Lebensmittelversorgung den Nerv der Zeit treffen. Allerdings ist ein gegensätzlicher Trend erkennbar. Die Märkte im Bezirk Hamburg-Mitte verzeichnen seit Jahren immer weniger Publikum.

Mit dem Ziel, die Wochenmärkte zukunftsfähiger zu machen, wurde wir beauftragt, einen Innovationsprozesses durchzuführen. Unter dem Titel „Wochenmärkte der Zukunft“ sind wir mit einem interdisziplinären Projektteam gestartet, bei dem wir drei wichtige Player an einen Tisch gebracht haben: Die Verwaltung (Bezirk Mitte), die Politik (Ausschuss für Wochenmärkte) und die Händler*innen. Diese Runde wurde von vier Kreativen ergänzt, die das Team mit innovativen Ansätzen und ihrer Kompetenz für eine offene Ideenentwicklung unterstützt haben.

Output: Maßnahmenkatalog für die Zukunft

Insgesamt sind über 40 unterschiedliche Maßnahmen entstanden, um die Wochenmärkte neu zu positionieren. 

Ebenfalls wurden konkrete Handlungsempfehlungen herausgearbeitet, welche mögliche Lösungen zu den Problemstellungen kurz zusammenfassen. Der gemeinsame Prozess hat auch dafür gesorgt, dass sich alle beteiligten Parteien als ein Team verstehen, welches an einer gemeinsamen Vision arbeitet – die Wochenmärkte langfristig zu erhalten. Denn nur gemeinsam können Händler*innen, der Bezirk Mitte und die Politik eine so große und komplexe Aufgabe stemmen.

Format & Methode

Wir bieten neben konkreten Formaten (siehe Angebot) auch individuelle Innovationsprozesse an. Dabei beschäftigen wir uns intensiv mit der Problemstellung des Unternehmens und entwickeln einen angepassten Cross Innovation Prozess für eine optimales Ergebnis. Im Projekt Wochenmärkte der Zukunft sah der Prozess wie folgt aus:

  • Feldforschung: In der Feldforschung ging es darum, die Problemstellungen zu identifizieren und ein Verständnis für diese zu entwickeln. Dazu haben wir Umfragen mit Besucher*innen, Nicht-Besucher*innen und Händler*innen durchgeführt. Mithilfe von Fragebögen und Kurzinterviews ging es um das Verstehen des Status quo mit aktiver Empathie. In den ersten beiden Workshops wurden auf Grundlage der Erkenntnisse aus den Umfragen und Interviews zunächst alle Problem- und Fragestellungen herausgearbeitet und geclustert. In einem nächsten Schritt beschäftigten sich die Workshopteilnehmer*innen mit exemplarischen Besucher*innen-Typen (Personas) und deren Kundenreise (Customer Journey), um auch die Bedürfnisse der Kunden*innen besser verstehen zu können.
  • Ideenentwicklung: Im dritten Workshop wurde auf Grundlage der jeweiligen Kern-Fragestellungen in den Gruppen mithilfe von Kreativmethoden eine große Anzahl an unterschiedlichen Ideen entwickelt. Die Ideen wurden innerhalb der Gruppen, aber auch unter den Gruppen immer wieder Feedbackschleifen unterzogen und somit konstant verbessert. Am vierten Workshop-Tag mussten sich die Ideen einer ersten Prüfung von einer externen Feedback-Gruppe unterziehen.
  • Testphase: In der Testphase wurden drei Ideen in der Praxis ausprobiert, um zu schauen, wie Händler*innen und Besucher*innen diese annehmen und bewerten. Auf Grundlage der Rückmeldungen wurden die Ideen weiter verbessert oder verworfen.
  • Umsetzung: Nach der Testphase fanden zwei weitere Workshops statt. Im ersten Workshop wurde die Testphase reflektiert und die getesteten Ideen anhand der Erfahrungen aus der Praxis verbessert. m zweiten Workshop wurden alle im Prozess gesammelten Erfahrungen reflektiert und von den Teilnehmer*innen in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt.

Team: Wilfried Thal (Vorsitzender LAGS Hamburg e.V.), Norbert Bloch (stellv. Vorsitzender LAGS Hamburg e.V.), Ralf Bekker (Obmann Markt Hamm), Markus Jordan (Fachamtsleitung des Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt), Jessica Feldmann (Teamleitung Marktrecht), Carsten Wenzel (Mitarbeiter im Außendienst), Anna-Christin Nitzsche (Hamburger DOM, Hafengeburtstag, bezirkliche Märkte), James Blum (FDP), Daniela Aust (CDU), Ali Kazanci (SPD), Theresa Jakob (Die Linke), Henrike Wehrkamp (Grüne), Simone Wendel, Jessica Louis, Melanie Obrist, Ralf Harder

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Bezirk Hamburg-Mitte

Der Bezirk Mitte ist das Herzstück der Hansestadt. In ihm liegen die Bezirke mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber auch der Hafen und angrenzende Industrien, wodurch der Stadtteil auch in wirtschaftlicher Hinsicht von großer Bedeutung ist.

Für die neun Wochenmärkte in Mitte ist das Bezirksamt Hamburg-Mitte mit dem Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt zuständig. Die Fachamtsleitung war zusammen mit den Verwaltungsangestellten und den Marktmeister*innen teil des Prozesses.

Landesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller e.V. (LAGS)

Der LAGS Hamburg übernimmt die Interessenvertretung der Händler*innen. Er Informiert die Händler*innen über neue Vorschriften, unterstützt sie im alltäglichen Geschäft und verhandelt Tarife für Standmieten zusammen mit den Bezirken. Am Prozess haben Vertreter*innen der Händler*innen teilgenommen.

Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, Ausschuss für Wochenmärkte

Der Ausschuss für Wochenmärkte besteht aus entsandten Vertreter*innen aller Parteien aus der Bezirksversammlung Hamburg Mitte. Diese haben den politischen Auftrag, die Zukunft der Wochenmärkte zu sichern, indem diese wieder wirtschaftlicher werden. 

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Beteiligte Experten der Kreativwirtschaft

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