Theater/Tanz

Nach der Premiere ist vor der Premiere: Die darstellenden Künste bieten in Hamburg eine außerordentlich große Bandbreite an Spielstätten und Formaten. Vom Sprech-, Tanz- und Musiktheater über Kabarett und Performance bis zum Eventmusical ist alles vertreten. Neben den drei Staatstheatern Deutsches Schauspielhaus, Thalia Theater und Staatsoper ist die Internationale Kulturfabrik Kampnagel vielen ein Begriff als Deutschlands größte Produktions- und Spielstätte für freie Gruppen. Zu den staatlichen Bühnen kommt eine im Vergleich zu anderen deutschen Städten sehr ausdifferenzierte und lebendige Privattheaterszene. Sie reicht von den traditionsreichen Hamburger Kammerspielen über das Ohnsorg Theater, das Ernst Deutsch Theater und verschiedene Kindertheater zu den Off-Bühnen wie dem Lichthof Theater (seit 1994), dem Hamburger Sprechwerk (seit 2004) oder der 2006 gegründeten Fleetstreet. Einmal jährlich können sich freie Theatergruppen und Privattheater um Produktions- und Projektmittel der Kulturbehörde bewerben.

Kleinere und größere Festivals

Der Bereich Tanz ist für viele untrennbar mit dem Ballett John Neumeiers verbunden, der seit knapp vier Jahrzehnten an der Staatsoper beheimatet ist. 2007 wurde der zeitgenössische Tanz mit der Eröffnung der „K3“, einem Zentrum für Choreographie auf Kampnagel, wesentlich gestärkt. Hamburg ist der größte deutsche Musicalstandort und verfügt über vier große Musicalhäuser, die von der Stage Entertainment GmbH betrieben werden. Hinzu kommen Häuser wie das Mehr! Theater am Großmarkt. Eine Reihe von kleineren und größeren Festivals ergänzt die Spielpläne, darunter das Sommerfestival auf Kampnagel, Kaltstart, 150% made in Hamburg und das Tanzfestival Dance.Kiosk.

Ausbildung in Schauspiel und klassischem Tanz

Die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) bietet einen Bachelor-Abschluss in Schauspiel und ein Master in Dramaturgie an. An der Universität Hamburg qualifiziert der Studiengang Master of Arts Performance Studies im weiteren Sinne für den Bereich Choreografie/Performance. Zu den privaten Theaterschulen gehören die Schule für Schauspiel Hamburg, die Freie Schauspielschule Hamburg, das Bühnenstudio Hamburg und die Schauspielschule Atrium Hamburg. Klassischen Tanz lernen die Schüler/innen in der Ballettschule des Hamburg Balletts und in zwei privaten Schulen für Tanz und Tanzpädagogik; auf zeitgenössischen Tanz ist die Contemporary Dance School Hamburg (CDSH) ausgerichtet. Darüber hinaus gibt es private Schulen für Tanztherapie und verschiedene private Ausbildungsstätten für Musicals.

Junge Nachwuchsakteure langfristig binden

Der Markt für darstellende Künste verzeichnete in Hamburg zwischen 2009 und 2013 steigende Zahlen bei den Unternehmen, den Erwerbstätigen und den Umsätzen, der Beitrag zur Bruttowertschöpfung ist im gleichen Zeitraum leicht gesunken. Die durch die Digitalisierung veränderte Publikumserwartung ist eine zentrale Herausforderung für den Teilmarkt. Wie Jüngere für das Theater gewonnen werden können und wie sich das gesamte soziale Gefüge einer Metropole erreichen lässt, sind Fragen, mit denen sich die Hamburger Bühnen intensiv befassen. Wichtig ist es außerdem, junge Nachwuchsakteure langfristig an Hamburg zu binden, sie in Hamburg bekannt zu machen und sie mit der Stadt zu verbinden.

Egbert Rühl

Ansprechpartner

Egbert Rühl

Geschäftsführung

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