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Hamburg Design Talk #8: Wie geht Produktion mit gutem Gewissen?

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Überproduktion, saisonale Trends und schnell wachsende Müllberge – wie können wir die Modeindustrie nachhaltiger gestalten?

Darum geht es:

Wir konsumieren tagtäglich Produkte, die von lebensnotwendigen Lebensmitteln bis hin zu dekorativem Luxus reichen. Und wenn wir ehrlich zu uns sind, denken wir im Alltag häufig nicht weiter darüber nach. Insbesondere die Modeindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der für enorme Umweltverschmutzung verantwortlich ist: Überproduktion, saisonale Trends, schnelle Umsetzung von immer neuen Kollektionen und damit einhergehend wachsende Müllberge und die Belastung der Umwelt durch die Verarbeitung der Rohstoffe. Unser Wirtschaftssystem ist jedoch ohne Konsum undenkbar; wie können wir dennoch produzieren und konsumieren ohne dabei die Umwelt zu belasten? Unsere Speakerinnen beschäftigen sich mit diesen Fragen: Wie bekomme ich mein Produkt nachhaltig in Serienproduktion? Wie kann ich nachhaltiger konsumieren und meine Kund*innen zu mehr Nachhaltigkeit ermuntern? Und wie sieht Nachhaltigkeit in einer wachsenden Unternehmensstruktur aus?

 

Speakerinnen:

 

Esther Holsten-Stühmer

Industrialisierung textiler Produkte

Esther beschäftigt sich mit dem Thema der Industrialisierung von textilen Produkten. Dabei spricht sie über die Kostensteigerungen in der Textilindustrie bis zu Optionen, weiterhin in kleinen und mittleren Stückzahlen in Deutschland produzieren zu können. Sie behandelt dabei die Frage: Wann ist mein Produkt serienreif, was brauche ich für eine Produktion und wie finde ich überhaupt Lieferanten?

Stuhmer|Scholz Design_büro

Esther Holsten-Stühmer entwirft und industrialisiert seit 10 Jahren textile Produkte. Sie gründete 2012 zusammen mit Barbro Scholz das Stühmer|Scholz Design_büro und spezialisierte sich auf smart textiles und textiltechnische Produkte. Heute zählt das Design_büro zu den wenigen, die die Lücke zwischen Designforschung und Industrialisierung schließen. Esther Holsten-Stühmer ist fester Kooperationspartner für Teams Design Hamburg, leitete einen Produktionsstandort für Carpetlight GmbH in Greifswald und entwickelt die textilen Schnittstellen von Exoskeletten für die exoIQ GmbH.

 

Maya Buller

Produktion im Kontext von Konsum

Immer mehr, immer schneller, immer günstiger. Die Bekleidungsindustrie und unser Konsumverhalten haben sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt. Vor allem fehlt es dabei an einem: Wertschätzung für das Produkt Kleidung. Wie können wir, auf Konsument*innen- und Produzent*innenseite, durch den Fokus auf einen wertschätzenden, bewussten Umgang mit Ressourcen, Mensch, Tier und Umwelt eine Veränderung bewirken? Und wer kann daraus einen Nutzen ziehen?

Awaredress & JAN 'N JUNE

Mit awaredress realisiert Maya Buller Events (wie die Slow Fashion Aperitivo-Reihe), Workshops (für eine kuratierte Garderobe) und weitere Projekte rund um einen achtsamen, wertschätzenden Bekleidungskonsum. Beim Hamburger Fair Fashion Label JAN 'N JUNE, das 2014 von Anna Bronowksi und Juliana Holtzheimer mit der Mission gegründet wurde, eine bessere und trotzdem bezahlbare Alternative zu Fast-(High-)Fashion zu werden, ist sie außerdem als Head of Operations für das Tagesgeschäft verantwortlich. Bevor sie 2018 beschloss, ihr privates und berufliches Engagement nur noch der Slow Fashion zu widmen, war sie in der konventionellen Mode als Store Managerin tätig. Maya Buller hat „Bekleidung: Technik und Management“ an der HAW studiert.

 

Mareen Albright & Christin Schwarzer

Ethik und Produktion?

Kann ethische Produktion funktionieren? Wie kann dies aussehen? Mareen und Christin geben einen kleinen Einblick in die Herstellung ihrer Produkte und erzählen, wie alles begann. Heute unterstützen sie zahlreiche Projekte und erklären, welchen Einfluss eine ethische Produktion auf Nachhaltigkeit und einen gesamtheitlichen Kreislauf nehmen kann.

My Marini

My Marini wurde 2013 von Mareen Albright gegründet und ist aus ihrer Liebe zum Meer, der Natur und dem Surfen entstanden. Sie wollte Swimwear entwickeln, die auch dem Surfen standhält. Die Brand aus Hamburg bietet faire und ressourcenschonende Swimwear. Mittlerweile ergänzen Mode-Kollektionen, eine Mini-Linie für Kids und Unterwäsche das Sortiment.

 

Was dich erwartet:

Hamburg Design Talks – ein Abend, ein Themenschwerpunkt, verschiedene Perspektiven. Ausgewählte Speaker*innen gewähren euch einen tieferen Einblick in ihre Projekte, Arbeiten und lassen euch an ihren Arbeits- und Denkprozessen teilhaben. Dabei möchten wir bei diesem Format alle Designdisziplinen zu Wort kommen lassen und damit eine interessante und diverse Atmosphäre schaffen. Fragen und Diskussionsbeiträge sind erwünscht!

 

Hinweise zur Veranstaltung

Einlass ab 18:30 Uhr über die Wasserseite der Elbarkaden!

Bitte beachte: Während der Veranstaltung werden Fotos und Filme zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

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