Nutzungskonzept

Für welche Nutzungen ist das Konzept vorgesehen?

Das Konzept soll den Weg für eine dauerhafte kultur- und kreativwirtschaftliche Nutzung ebnen.

Wie kann ich mich beteiligen?

Jede/r Interessierte ist eingeladen, sich mit eigenen Ideen in das Verfahren einzubringen. Dies ist möglich durch die Teilnahme an dem öffentlichen Workshop in Wilhelmsburg oder an der vergleichbaren Veranstaltung für die Hamburger Kultur- und Kreativwirtschaft. Zusätzlich können Ideen bis hin zu konkreten Konzepten online über den Open Call eingereicht werden. Selbstverständlich kann man immer mit uns reden.

Wer entscheidet über das Nutzungskonzept?

Die Entwicklung des Nutzungskonzepts wird mit Mitteln des Bezirks Mitte finanziert. Das Konzept wird mit dem Ziel entwickelt, dass Politik und Verwaltung sowohl auf Bezirks- als auch auf Landesebene entscheiden, ob und ggf. wie die Umsetzung finanziert werden kann.

Warum gibt es nach dem jahrelangen Hin und Her nun doch Mittel für die Entwicklung eines Nutzungskonzepts?

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat 2014 die Halle 1 (nördliche Halle) von der städtischen Sprinkenhof GmbH angemietet und im Juli 2015 einen Nutzungsänderungsantrag für die Halle für einen Zeitraum von fünf Jahren gestellt. Im August 2017 wurde hierfür eine Genehmigung erteilt, die jedoch umfangreiche bauliche Maßnahmen voraussetzt. Die Kosten hierfür sind so hoch, dass eine Investition in diesem Umfang für einen so kurzen Zeitraum nicht sinnvoll wäre. Daher ist jetzt ein gutes Konzept für eine dauerhafte Nutzung gefragt.

Warum wird nicht gleich ein umfassendes Nutzungskonzept für den Kulturkanal entwickelt?

Mit einer Potentialanalyse hat der Bezirk Mitte bereits einen ersten Aufschlag zur Entwicklung des Kulturkanals gemacht. Die Weiterverfolgung liegt im Bereich der bezirklichen Stadtplanung. Jetzt kann ein Konzept für die konkrete Umsetzung in einem Gebäudeensemble in den Zinnwerken entstehen. Da dies unter der Maßgabe einer kultur- und kreativwirtschaftlichen Nutzung geschieht, lässt sich dieser Schritt als konkreter Baustein für den Kulturkanal auffassen.

Aktuelle Nutzung

Wer nutzt die Hallen aktuell?

Mieterin der Halle 1 (nördliche Halle) ist die Hamburg Kreativ Gesellschaft. Die Halle 2 (südliche Halle) wird von der Eigentümerin nicht vermietet. Eine Nutzung in den Hallen für öffentliche Veranstaltungen ist aufgrund der fehlenden Genehmigung nicht möglich. Untervermietet wurde die Halle 1 daher lediglich für nicht-öffentliche Arbeiten, wie z.B. Filmdreharbeiten. Für den angrenzenden ehemaligen Büro- und Sanitärtrakt besteht ein Mietvertrag.

Warum ist eine Nutzung der Veringhof-Hallen derzeit problematisch?

Derzeit besteht keine Nutzungsgenehmigung für die Hallen. Die Nutzungsgenehmigung ist an umfangreiche Baumaßnahmen vor allem im Bereich des Brandschutzes gebunden.

Werden die bisherigen Nutzer/innen aus den Zinnwerken verdrängt?

Die Suche nach einem Konzept für eine dauerhafte Nutzung ist ein offener Prozess, in den sich alle Interessierten gleichberechtigt einbringen können. Das bedeutet auch, dass keine Nutzung und kein Konzept als gesetzt gelten. Gleichzeitig sollen die bisherigen positiven Entwicklungen vor Ort, die lokalen Akteur/innen und ihre Nutzungsvorstellungen, ganz ausdrücklich in dem Verfahren berücksichtigt werden. Selbstverständlich bleiben bestehende Verträge gültig. Die Umsetzung wird Jahre dauern, selbst wenn das Nutzungskonzept für die aktuellen Nutzer/innen keine Perspektive bietet, sollte genug Zeit sein, um für sie eine akzeptable Alternative zu finden.

Warum gibt man dem aktuellen Mieter keine Bestandsgarantie und überlässt ihm nicht die weitere Entwicklung?

Die Sanierung des Objektes, das im Eigentum der öffentlichen Hand ist, wird mehrere Millionen Euro kosten. Diese Steuergelder zugunsten eines privaten Nutzers, dessen Nutzung nicht Ergebnis eines Auswahlprozesses ist, zu verwenden, kann nicht gewollt sein. Eine dauerhafte Bestandsgarantie schränkt die Suche nach dem besten Konzept zu sehr ein. Allerdings kann die jetzige Nutzung im Laufe des Verfahrens zum Teil des Gesamtkonzepts werden.          

Rolle der Hamburg Kreativ Gesellschaft

Warum wird das Nutzungskonzept nicht ausschließlich von den lokalen Akteur/innen erarbeitet?

Die Erarbeitung eines Konzeptes für eine dauerhafte Nutzung für das Gebäudeensemble Veringhof 7 ist für Kreativschaffende auch über den Stadtteil hinaus von Interesse. Je diverser das Meinungsbild umso besser kann ein Nutzungskonzept entstehen, das die gesamtstädtische Interessen- und Bedarfslage berücksichtigt. Gewerbetreibenden und Anwohner/innen steht ebenso wie Kultur- und Kreativschaffenden aus dem gesamten Stadtgebiet die Möglichkeit offen, sich aktiv mit eigenen Konzepten einzubringen. Sie können ihre Ideen und Konzepte sowohl im Open Call einreichen als auch im Rahmen der Veranstaltungen zur Diskussion stellen und dort weiter ausarbeiten.

Warum hat die Hamburg Kreativ Gesellschaft den Auftrag erhalten?

Die Wahl ist auf die Kreativ Gesellschaft gefallen, weil sie als öffentliche Einrichtung keine Partikularinteressen bei der Entwicklung des Konzeptes verfolgt. Sie garantiert ein Verfahren mit einer breiten Einbindung der verschiedenen Akteur/innen. Dabei bringt sie Kontakte und Erfahrungen mit und hat Expertise im Bereich der Transformation von Bestandsobjekten für eine kultur- und kreativwirtschaftliche Nutzung.

Was ist die Rolle der Hamburg Kreativ Gesellschaft?

Die Kreativ Gesellschaft wird einen Prozess ermöglichen, in dem auf möglichst vielen Kanälen und in unterschiedlichem Umfang Ideen eingespeist werden können. Dabei versteht sie sich als Moderatorin, Sparringspartnerin, Intermediärin, Beraterin im Prozess der Ideengenerierung und am Ende auch als Kuratorin und Autorin bei der Erstellung des Konzepts.

Hintergrund

Was ist in der Vergangenheit in den Veringhof-Hallen passiert?

2013 konnten engagierte Gewerbetreibende und Anwohner/innen den Abriss der ehemaligen Industriehallen zugunsten eines Opernfundus abwenden. Das ehemalige Verwaltungsgebäude in den Zinnwerken wird heute als Büro, Atelier und Coworking von Akteur/innen der Kreativwirtschaft genutzt. Auf dem Außengelände darf der monatliche Flohmarkt stattfinden. Eine Skateranlage wurde aufgebaut. Die Stellflächen können von verschiedenen Initiativen genutzt werden.

Welche Rolle hatte die Hamburg Kreativ Gesellschaft in der Vergangenheit am Veringhof 7?

Die Kreativ Gesellschaft hat seit Sommer 2014 die Halle 1 (nördliche Halle) von der Sprinkenhof GmbH angemietet und eine Nutzungsgenehmigung für eine temporäre Nutzung erhalten. Sie ermöglicht dort Veranstaltungen auf dem Außengelände.

Was ist der Mehrwehrt für den Stadtteil?

Derzeit sind weite Teile des Geländes sowie der Gebäude ungenutzt. Ungenutzte Gebäude verfallen mit der Zeit zu Ruinen, die, sofern sich keine adäquate Nutzung findet, irgendwann abgerissen werden. Durch eine dauerhafte Nutzungsperspektive soll dies verhindert werden. Das Grundstück und die Gebäude bleiben (im Rahmen der Nutzung) öffentlich zugänglich.

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