Hamburg, 16.09.2026 – Der Music WorX Inkubator ist in Hamburg gestartet. Gemeinsam mit der Behörde für Kultur und Medien unterstützt die Hamburg Kreativ Gesellschaft fünf innovative Start-ups an der Schnittstelle von Musik und Technologie. Neben einer finanziellen Förderung von jeweils bis zu 7.700 Euro erhalten die Teams ein dreimonatiges Workshop-Programm sowie Zugang zu Präsentationsmöglichkeiten und einem Netzwerk aus erfahrenen Mentor*innen.
Die fünf ausgewählten Start-ups bringen Gründer*innen aus verschiedenen Städten in Deutschland und Norwegen für drei Monate in Hamburg zusammen. Im Music WorX Inkubator entwickeln sie Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen der Musikbranche: Sie unterstützen Musiker*innen bei ihrer Karriereentwicklung und beim Üben, helfen ihnen, ausstehende Tantiemen einzunehmen, stärken die Sichtbarkeit und Vernetzung von FINTA* und erleichtern unabhängigen Veranstaltungsorten die Booking-Prozesse.
Die enge Vernetzung mit der Hamburger Musik- und Kreativwirtschaft bietet den Teilnehmenden wertvolle Kontakte für die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle. Zugleich stärkt Music WorX Hamburg als Standort für innovative Geschäftsmodelle an der Schnittstelle von Musik und Technologie.
Public Pitch am 11. November in Hamburg
Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms ist der Music WorX Public Pitch am 11. November in Hamburg. Dort präsentieren die Start-ups ihre Geschäftsideen erstmals öffentlich und treten um den Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro an.
Der kostenfreie Pitch bietet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Musikbranche und die Gelegenheit, mit Gründer*innen und Alumni früherer Jahrgänge ins Gespräch zu kommen.
Die Teams im Überblick:
Musicsteps (München) – Benjamin Voß und David Kasipovic
Musicsteps ist eine Plattform zur Karriereentwicklung für unabhängige Musiker*innen. Sie bündelt Musik, Social-Media-Kanäle, Pressematerialien und geschäftliche Informationen in einem professionellen Artist-Profil und hilft Künstler*innen dabei, ihren aktuellen Stand einzuordnen und die nächsten Schritte für ihre Karriere zu planen.
Veriti (Trondheim, Norwegen) – Bendik Furnes und Ayush Bhardwaj
Veriti hilft Musiker*innen und Songwriter*innen dabei, Tantiemen einzunehmen, die ihnen zustehen, sie aber bislang nicht erreicht haben. Die Plattform prüft Musikkataloge auf nicht oder fehlerhaft registrierte Songs und übernimmt deren Registrierung sowie die Einforderung ausstehender Tantiemen. Die Rechte an der Musik bleiben vollständig bei den Künstler*innen.
LOUDER.cloud (Hamburg) – Louisa Rockstedt und Marie Schweigert
LOUDER.cloud ist eine Networking- und Discovery-Plattform für FINTA* in der Musikbranche. Sie vernetzt Künstler*innen, Kollektive, Veranstaltungsorte, Labels und Hörer*innen und macht bestehende Szenen und Akteur*innen sichtbar. Ziel ist es, Zugangsbarrieren abzubauen, Community-Strukturen zu stärken und FINTA*-Talente besser auffindbar, buchbar und hörbar zu machen.
Holdwatch (Leipzig) – Jörg Kosinski
Holdwatch entwickelt eine Software für das Booking unabhängiger Livemusik-Spielstätten. Sie unterstützt Booker*innen dabei, Reservierungen, Optionen, Fristen und Rückfragen an Agenturen zentral zu verwalten, damit Termine nicht in E-Mails oder Tabellen verloren gehen. Als schlanke Ergänzung zu bestehenden Venue-Management-Systemen setzt Holdwatch gezielt in der frühen Booking-Phase an.
Orchly (Wiesbaden) – Raghad Al Kassar und Khaled Ayoubi
Orchly verwandelt Orchesterpartituren in interaktive Übungspartner. Musiker*innen können MusicXML-Dateien hochladen und mit einem KI-generierten Orchester proben, einzelne Stimmen isolieren, schwierige Passagen verlangsamen und direkt in der Partitur Feedback zu Tonhöhe und Rhythmus erhalten.
Die fünf Start-ups wurden von einer Expert*innenjury aus der Musik- und Kreativwirtschaft ausgewählt. Zu der Jury gehören unter anderem Agnes Chung (Music Innovation Strategist), Lena Ingwersen (Managing Directorbeim Music Cities Network, Keychange Innovator) und Julian Krohn (Director Music & Audio bei Scholz & Friends).
Helene Berling, Projektleiterin von Music WorX, betont die Vielfalt der ausgewählten Teams: „Die diesjährigen Teams zeigen, wie vielfältig Innovation in der Musikbranche sein kann. Sie setzen an ganz unterschiedlichen Stellen an – von der künstlerischen Praxis über Karriereentwicklung und faire Vergütung bis hin zu Booking und Vernetzung. Was sie verbindet, ist ein genauer Blick auf konkrete Herausforderungen der Branche und der Anspruch, dafür neue, praxisnahe Lösungen zu entwickeln.“