Hamburger Mode auf der Fashion Week in Berlin

Vier Tage, sechs Hamburger Labels, ein Motto: Vom 2. bis 5. Juli 2026 präsentiert das FABRIC – Future Fashion Lab Hamburg im Rahmen der Berlin Fashion Week erstmals eine kollektive Auswahl seiner Member Labels bei PLATTE Berlin

Vier Tage, sechs Hamburger Labels, ein Motto: „Built on Collaboration, Made in Hamburg." Vom 2. bis 5. Juli 2026 präsentiert das FABRIC – Future Fashion Lab Hamburg erstmals eine kollektive Auswahl seiner Member Labels bei PLATTE Berlin – als erster öffentlicher Auftritt der Anfang 2026 geschlossenen Kooperation zwischen beiden Häusern.

Berlin/Hamburg, 3. Juli 2026 – Drei Monate nach der öffentlichen Bekanntgabe ihrer strategischen Partnerschaft setzen PLATTE.Berlin e.V. und FABRIC Hamburg den ersten sichtbaren Meilenstein ihrer Zusammenarbeit: Zur Berlin Fashion Week zeigen sechs Hamburger Member Labels des FABRIC ihre aktuellen Arbeiten im Retailbereich der PLATTE Berlin. Der Pop-up wurde am Abend des 2. Juli mit einer gemeinsamen Opening Night eröffnet. Die Teams beider Projekte sowie die ausstellenden Designer*innen waren anwesend.

Zwei Häuser, ein Ökosystem in Bewegung

Was im März 2026 als strukturelle Vereinbarung startete, wird jetzt öffentlich erfahrbar. FABRIC Hamburg – der 700 m² große „Maschinenraum" der Hamburg Kreativ Gesellschaft in der Hamburger Innenstadt, in dem aktuell über 30 unabhängige Designer*innen und Labels an Produktion, Wissen, Innovation und Vernetzung arbeiten – trifft auf die „Arena" PLATTE Berlin, die kuratierte Retail- und Community-Plattform in Berlin-Mitte. Ergebnis ist ein Auftritt, der den Kooperationsgedanken nicht behauptet, sondern verkörpert: Hamburger Produktion wird an einem der zentralen Berliner Modestandorte sichtbar und das Prinzip der geteilten Infrastruktur öffentlich gelebt.

Built on Collaboration, Made in Hamburg: Das Motto des Pop-ups beschreibt zugleich das Selbstverständnis von FABRIC. Die spannendsten Antworten auf die Zukunftsfragen der Mode entstehen dort nicht in der Isolation einzelner Studios, sondern in Verbindung: durch geteilte Werkstätten, gemeinsame Produktion, offenen Wissensaustausch und das Vertrauen darauf, dass Konkurrenz weniger produktiv ist als Kooperation. Die sechs Labels, die den Weg nach Berlin antreten, zeigen dieses Prinzip an konkreten Stücken – handgefertigt, aus Naturmaterialien und Produktionsüberschüssen, in kleinen Auflagen, oder Made to Order.

Sechs Handschriften aus Hamburg

Die teilnehmenden Labels wurden über einen internen Open Call unter den FABRIC Member Labels ausgewählt. Gemeinsam bilden sie eine Bandbreite dessen ab, was aktuell aus der Hamburger Modeszene kommt: von reduzierter Formsprache mit subtilen Anklängen an arabische Ästhetik (ARJOS ANTON) über handgefertigte Stücke zwischen Workwear und High Fashion (AVA.) und wandelbare Silhouetten mit lokaler Made-to-Order-Produktion (CHASHO) hin zu rohen, unbehandelten Materialien (CRÛ ORIGINS), erzählerischem Handwerk mit Patchwork aus Deadstock-Materialien (FREIKOERPER) und konzeptueller Lederarbeit im Grenzbereich zwischen Avantgarde und introspektiver Kunst (LAURA CHLASS). Alle sechs Designer*innen sind während der vier Tage vor Ort und stehen für Gespräche mit Presse, Buyer*innen und Publikum zur Verfügung.

Auftakt eines strukturellen Fahrplans

Der Pop-up ist der erste einer Reihe geplanter gemeinsamer Formate zwischen den beiden Häusern. Vorgesehen sind je zwei Pop-ups pro Jahr an beiden Standorten, der jährliche NEXT GEN Pop-up Award zur Berlin Fashion Week, geöffnete Beratungsformate für Designer*innen aus beiden Städten sowie das gemeinsame Inkubatorprogramm „Fashion Lift" für vier bis sechs ausgewählte Labels. Das Ziel: durchlässige Infrastruktur zwischen Berlin und Hamburg, die Produktion, Weiterbildung, Sichtbarkeit und Marktzugang miteinander verzahnt – niedrigschwellig, unabhängig von sozialem Hintergrund oder Startkapital. Mit dieser Verbindung aus geteilter Infrastruktur, offenem Zugang und langfristiger Vernetzung setzen FABRIC und PLATTE neue Maßstäbe dafür, wie innovative Wirtschaftsförderung in der Kreativwirtschaft aussehen kann.

PLATTE × FABRIC Pop-up zur Berlin Fashion Week

„Built on Collaboration, Made in Hamburg."

Wo          PLATTE Berlin, Memhardstraße 8, 10178 Berlin

Wann      2. – 5. Juli 2026, täglich 11:00 – 19:00 Uhr

Opening  Mittwoch, 2. Juli 2026

Labels: ARJOS ANTON, AVA., CHASHO, CRÛ ORIGINS, FREIKOERPER, LAURA CHLASS

Über PLATTE Berlin

PLATTE Berlin ist kein klassischer Store. PLATTE ist Bühne, Werkstatt, Community-Space und Schaufenster für eine neue Generation von Modedesign – mitten in Berlin, direkt am Alexanderplatz.

Seit 2021 zeigt der PLATTE.Berlin e.V. in der Memhardstraße 8, wie zeitgenössische Mode heute gedacht werden kann: nicht nur als Produkt, sondern als Haltung, als Austausch, als Experiment und als Teil urbaner Kultur. Hier treffen Retail, Ausstellung, Produktion, Wissenstransfer und Community aufeinander – offen, kuratiert und nah an den Designer*innen.

PLATTE gibt unabhängigen Berliner Labels Sichtbarkeit, Raum und Struktur. Der Ort unterstützt Designer*innen dabei, ihre Arbeiten zu präsentieren, neue Zielgruppen zu erreichen, Geschäftsmodelle zu testen und sich mit Kultur, Bildung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft zu vernetzen. Dabei geht es nicht um Mode als Oberfläche, sondern um Mode als kreative Kraft: lokal verankert, international anschlussfähig und relevant für die Zukunft der Stadt.

Zu den Formaten von PLATTE zählen der jährliche NEXT GEN Pop-up Award zur Berlin Fashion Week, kuratierte Ausstellungen, Panels, Pop-ups eingeladener Designerinnen sowie nationale und internationale Kooperationen. PLATTE ist eine Initiative der Bezirksverwaltungen Mitte und Pankow und wird anteilig durch das Land Berlin gefördert, insbesondere durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, in Zusammenarbeit mit weiteren Partnerinnen aus Politik und Wirtschaft.

Über FABRIC – Future Fashion Lab

FABRIC – Future Fashion Lab ist ein innovativer Ort für nachhaltige Mode, urbane Produktion und kreative Zusammenarbeit im Herzen der Hamburger Innenstadt. Seit Mai 2024 bietet das Projekt auf über 700 m² in der Galleria Passage, Große Bleichen 21, Raum für Design, Produktion und Verkauf – verteilt auf Pop-Up-Shop, Co-Working Space, Showroom, Werkstatt, Eventfläche und Café.

Modedesigner*innen, Labels, Unternehmen sowie Hochschulen und weitere Akteure der Fashion-Branche entwickeln hier zukunftsfähige Geschäftsmodelle und testen neue Formen lokaler, fairer und technologiebasierter Produktion. Mit modernster Ausstattung – von Textildruck und Lasercutting bis hin zu digitalen Workstations und 3D-Technologie – versteht sich FABRIC als Labor und Community-Plattform für eine nachhaltige Textilwirtschaft.

Das Projekt ist eine Initiative der Hamburg Kreativ Gesellschaft und wird von der Behörde für Kultur und Medien, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie der Behörde für Umwelt, Klima und Agrarwirtschaft gefördert.

Über die Hamburg Kreativ Gesellschaft

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist die städtische Wirtschaftsförderung für Hamburgs Kreativwirtschaft. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ist sie der Behörde für Kultur und Medien zugeordnet und seit 2010 direkte Anlauf- und Servicestelle für alle Akteur*innen und Unternehmen der Kreativwirtschaft in der Hansestadt. In den Arbeitsbereichen Beratung und Weiterbildung, Immobilien und Stadtentwicklung, Förderung und Finanzierung sowie Vernetzung setzt sie innovative und passgenaue Formate und Angebote zu relevanten Themen der Kreativwirtschaft um. Mit dem Cross Innovation Hub fördert die Kreativ Gesellschaft seit 2015 als Pionierin die Verknüpfung von Kultur- und Kreativwirtschaft mit klassischen Wirtschaftsbranchen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Mit dem Design Zentrum Hamburg, Gamecity Hamburg und nextMedia.Hamburg verfügt sie zudem über drei Standortinitiativen, die jeweils spezielle Teilmärkte im Fokus haben.

Zu ihren Kernaufgaben gehört es, die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft zu verbessern und dabei als Schnittstelle zu fungieren – zwischen den verschiedenen Bereichen der Kreativwirtschaft, aber auch zu weiteren Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

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Hinweis: Die Nutzung des Bildmaterials ist nur unter Nennung des vollständigen Copyrights und der Hamburg Kreativ Gesellschaft gestattet. Die Angaben zum Copyright können den Dateinamen entnommen werden.

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