GCES 2026: Kreativwirtschaft im KI-Umbruch

Wie Künstliche Intelligenz Märkte verschiebt und kreative Arbeit verändert: Der German Creative Economy Summit 2026 versammelt zentrale Akteurinnen und Akteure der Branche, um die aktuellen Entwicklungen einzuordnen.

Hamburg – Am 28. und 29. April wird Hamburg beim German Creative Economy Summit zum zentralen Treffpunkt der deutschen Kreativwirtschaft. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz – von neuen Geschäftsmodellen über den Umgang mit Urheberrechten bis hin zu den Auswirkungen auf kreative Arbeit. Mit über 100 Speaker*innen aus Politik, Medien und der Kreativwirtschaft bietet der Summit ein breites Programm aus Panels, Gesprächen und Präsentationen, die diese Veränderungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg: „Künstliche Intelligenz verändert derzeit mit großer Dynamik die Rahmenbedingungen kreativer Arbeit – sie eröffnet neue Möglichkeiten, stellt aber auch grundlegende Fragen nach Urheberschaft, Wertschöpfung und Verantwortung. Die entscheidende Ressource bleibt aber weiterhin die menschliche Kreativität. Sie gibt Richtung, Bedeutung und Haltung vor – und macht aus technologischen Potenzialen kulturellen Fortschritt. Die Kreativwirtschaft ist deshalb weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor: Sie stiftet Sinn, schafft gesellschaftlichen Dialog und prägt unsere demokratische Öffentlichkeit. Formate wie der German Creative Economy Summit sind zentrale Orte, um diesen Dialog zu führen, gemeinsame Leitlinien für den Einsatz von KI zu entwickeln und die Verbindung von technologischer Innovation und künstlerischer Freiheit aktiv zu gestalten.“

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft und Veranstalter des GCES: „Künstliche Intelligenz verändert gerade grundlegend, wie in der Kreativwirtschaft gearbeitet und Wertschöpfung organisiert wird. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmodelle und Formen der Zusammenarbeit. Die Frage ist nicht, ob sich etwas verändert – sondern wie wir damit umgehen und vor allem wie diese Entwicklung gestaltet werden kann. Die Kreativwirtschaft ist auch in dieser Umbruchphase Teil der Lösung. Der German Creative Economy Summit bringt in Hamburg die zusammen, die diese Transformation aktiv vorantreiben – von Kreativen über Unternehmen bis hin zu Politik und Verbänden.“

Die aktuellen Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz betreffen eine Branche von erheblicher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung: Mit rund zwei Millionen Erwerbstätigen und über 200 Milliarden Euro Jahresumsatz zählt die Kreativwirtschaft zu den wichtigen Wirtschaftszweigen in Deutschland. Mit ihren 11 Teilmärkten (Musik, Film, Buch, Presse, Architektur, Rundfunk, Darstellende Kunst, Design, Software/Games, Kunst, Werbung) entfaltet die Kreativwirtschaft Zugkraft für andere Wirtschaftsbereiche und spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Gesellschaft und Demokratie in Deutschland.

Entsprechend breit ist auch das Spektrum der Mitwirkenden auf dem Summit: Zu den Sprecher*innen zählen unter anderem, Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sowie Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Hinzu kommen führende Vertreter*innen aus Medien und Wirtschaft – darunter Rhys Noelke, Chief Data Officer bei Bertelsmann, Dr. Paul Evers, Head of AI bei der FUNKE Mediengruppe, sowie Virginie Briand (Deloitte). Auch zentrale Stimmen der Branche wie Matthias Hornschuh (Initiative Urheberrecht), Michael Duderstädt (GEMA), Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) sowie Prof. Dieter Gorny (Initiative Musik) sind beteiligt. Perspektiven aus dem Agenturumfeld bringen unter anderem Larissa Pohl und Aïssou Diallo (beide GWA) ein.

Ergänzt wird das Programm durch Perspektiven aus Kultur, Öffentlichkeit und digitaler Medienpraxis: Unter anderem mit der Musikerin Balbina, dem Newsfluencer Fabian Grischkat, dem Journalisten und Podcaster Gregor Schmalzried sowie dem Autor und Journalist Wolf Lotter, die aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven einordnen.

Ein besonderer Programmpunkt ist die Premiere der Dokumentation „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ mit Eckart von Hirschhausen. Im Anschluss wird das Thema Deepfakes und Vertrauen in Medien mit Expert*innen aus Medien, Forschung und Praxis diskutiert. Die Möglichkeit, Inhalte täuschend echt zu erzeugen, stellt Fragen nach Vertrauen, Urheberschaft und Kontrolle neu – und macht deutlich, wie tiefgreifend KI bestehende Strukturen verändert.

Medienvertreterinnen bietet der Summit zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Berichterstattung – mit Gesprächspartnerinnen aus Politik, Kreativwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft sowie Einblicken in aktuelle Entwicklungen rund um die Transformation zur KI-Ökonomie. Interviews können im Vorfeld und vor Ort vermittelt werden.

Anfragen zu Akkreditierungen erfolgen über das Formular.
Bild- und Kommunikationsmaterial finden Sie auf der Presseseite.

Über den German Creative Economy Summit
Der German Creative Economy Summit verbindet als führende Plattform Kreativschaffende und Unternehmen aus allen elf Teilmärkten der Kreativwirtschaft mit Entscheider*innen aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und nationalen Fördereinrichtungen. Veranstalter der Konferenz ist die Hamburg Kreativ Gesellschaft, Deutschlands größte öffentliche Fördereinrichtung für die Kreativwirtschaft in Hamburg. Gefördert wird der German Creative Economy Summit von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien.

Über die Hamburg Kreativ Gesellschaft
Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist seit 2010 die städtische Wirtschaftsförderung für die Kreativwirtschaft in Hamburg. Als eine der größten und ältesten Institutionen ihrer Art in Deutschland unterstützt sie Kreativschaffende aller elf Teilmärkte – von Design und Musik über Film und Architektur bis hin zu Games und Werbung. Mit Förderprogrammen, Beratungen,Netzwerkveranstaltungen und Innovationsformaten stärkt die Hamburg Kreativ Gesellschaft die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz der Branche. Darüber hinaus ist sie aktiv in der Vermittlung und Entwicklung von Räumen für Kreativschaffende sowie in Quartiers- und Stadtentwicklungsprozesse involviert. Mit dem Projekt Jupiter, der Umnutzung eines ehemaligen Kaufhauses, hat sie einen bundesweiten Leuchtturm für kreative Zwischennutzung geschaffen, der 2024 mit dem polis Award ausgezeichnet wurde. Weitere Informationen unter: kreativgesellschaft.org

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