Initiativen derHamburg Kreativ Gesellschaft

Zukunft der Mode: Erste nachhaltige Kollektion im Herzen der Innenstadt entstanden

Hamburger Designer*innen beschreiten beim Future Fashion Day im FABRIC neue Wege für Mode und setzen Impulse für die Innenstadt.

Zukunft der Mode: Erste nachhaltige Kollektion im Herzen der Innenstadt entstanden -

Am 19. September 2025 stellte das FABRIC – Future Fashion Lab in Hamburg die erste eigene Kollektion öffentlich vor. Im Rahmen einer Fashion Show wurden ausgewählte Entwürfe präsentiert, die in einem kooperativen Gestaltungs- und Produktionsprozess im Future Fashion Lab in der Galleria Passage mitten in der Hamburger Innenstadt entstanden sind. Fünf Designer*innen aus Hamburg entwickelten die Kollektion über mehrere Monate hinweg gemeinsam – mit dem Ziel, nachhaltige, lokal produzierte Mode greifbar und sichtbar zu machen. Das FABRIC – Future Fashion Lab wurde im Mai 2024 als Prototyp des Programms "Verborgene Potenziale Innenstadt" der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eröffnet und hat sich gleichzeitig zum innovativen Impulsgeber für die Hamburger City und für den Modestandort Hamburg entwickelt.

Die Kollektion, die jetzt im FABRIC entstanden ist, vereint unterschiedliche gestalterische Handschriften und verbindet Handwerk mit Technologie. Produziert wurde vor Ort – in der Werkstatt des Future Fashion Labs, in der Hamburger Galleria Passage – unter Einsatz von überschüssigen Materialien, Second-Hand-Textilien, experimentellen Stoffen sowie modernen Fertigungstechnologien. Der Future Fashion Day am 19. September wurde mit einer Fashion Show zur Bühne für die Vorstellung der Kollektion. Ab sofort ist diese im FABRIC – Future Fashion Lab, Große Bleichen 21, erhältlich.

Die entstandenen Stücke reichen von bestickten Hemden über wandelbare Kleider bis zu modularen Taschen. Je nach Materialeinsatz und Fertigungsaufwand bewegen sich die Preise zwischen 49 und 1.500 Euro. Damit positioniert sich die Kollektion bewusst zwischen Unikat und Kleinserie – als tragbare Alternative zur anonymen Massenproduktion.

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Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Im FABRIC Future Fashion Lab zeigen Hamburger Designer*innen im Herzen der Hamburger Innenstadt, wie sich Kreativität, Handwerk und Technologie zu nachhaltiger Mode verbinden lassen. Solche Projekte geben nicht nur Impulse für eine zukunftsfähige Textilwirtschaft, sondern beleben auch unser Stadtzentrum und machen sichtbar, wie Innovation und Verantwortung zusammengehen können. Mit der Innovationskraft der Kreativwirtschaft können wir unsere Städte lebendiger, lebenswerter und zukunftsfähig machen.“

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Hamburger Innenstadt ist im Wandel. Das FABRIC – Future Fashion Lab zeigt eindrucksvoll, was für innovative und zukunftsgerichtete neue Nutzungsformen aus diesem Wandel entstehen können. Im Rahmen unseres Förderprogrammes `Verborgene Potenziale Innenstadt´ bietet das Fabric einen Raum, um Dinge auszuprobieren und sichtbare Impulse für ein anderes Bild von Innenstadt zu geben. Hier findet die urbane Modeproduktion ein Zuhause mitten im Herzen unserer Stadt und zeigt, dass die Innenstadt weit mehr ist als ein Einkaufsort: ein spannender Raum, der von allen mitgestaltet und belebt werden darf.“

Egbert Rühl, Geschäftsführer Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Die Kollektion zeigt, dass FABRIC nicht nur ein Ort der Mode ist, sondern ein Prototyp für neue Formen urbaner Produktion und Zusammenarbeit. Hier entstehen Produkte, die lokale Ressourcen, handwerkliches Können und technologische Innovation vereinen. Damit macht FABRIC vor, wie sich Innenstädte zu Experimentierfeldern für eine nachhaltige Zukunft entwickeln können.“

Prof. Elke Pahl-Weber, Innenstadtkoordinatorin: „Es ist eine große Freude zu sehen, wie aus einer innovativen Idee zur Belebung der Hamburger City im Rahmen eines Akteursdialogs der Innenstadtkoordination nach gut zwei Jahren eine erfolgreiche Nutzung einer Innenstadtfläche entstanden ist. Als Prototyp des Hamburger Förderprogramms `Verborgene Potenziale Innenstadt‘ sticht das FABRIC – Future Fashion Lab als kreatives und dynamisches Konzept hervor, um als Teil der Innenstadtentwicklung die Nutzungsvielfalt zu stärken und Neues auszuprobieren. Es zeigt genau die Mischung aus Handel, Handwerk, Kreativität und Innovation, die wir für eine sichtbare Veränderung in der Innenstadt brauchen, damit sie das Herz der Hamburger und Hamburgerinnen bleibt.“

Das Kollektiv hinter der FABRIC-Kollektion

Simone Ball (re-re), Nicole Kiersz, Mone Unmüßig (oHneH), Masoumeh Shariatnaseri (CHASHO) und Jochen Ambacher (Made auf Veddel) haben ihre Handschriften zu einem Statement vereint: Mode kann regional, nachhaltig – und radikal zeitgemäß. Hier stellen wir sie vor.

Zukunft der Mode: Erste nachhaltige Kollektion im Herzen der Innenstadt entstanden

Mitgewirkt haben die Hamburger Designer*innen Jochen Ambacher (Made auf Veddel), Masoumeh Shariatnaseri (CHASHO), Nicole Kiersz, Mone Unmüßig (oHneH) und Simone Ball (re-re). Ihre unterschiedlichen Perspektiven reichen von textilaktivistischer Forschung über Upcycling-Couture bis hin zu interkulturellem Designverständnis, experimenteller Weberei und kunstvoller Wiederverwertung gebrauchter Kleidung. Gemeinsam verbindet sie der Anspruch, Mode als Medium für gesellschaftliche Verantwortung, Innovation und Handwerk neu zu denken.

Über FABRIC – Future Fashion Lab

FABRIC – Future Fashion Lab ist ein innovativer Ort für nachhaltige Mode, urbane Produktion und kreative Zusammenarbeit im Herzen der Hamburger Innenstadt. Seit Mai 2024 bietet das Projekt auf über 700 m² in der Galleria Passage, Große Bleichen 21, Raum für Design, Produktion und Verkauf – verteilt auf Pop-Up-Shop, Co-Working Space, Showroom, Werkstatt, Eventfläche und Café.

Modedesigner*innen, Labels, Unternehmen sowie Hochschulen und weitere Akteure der Fashion-Branche entwickeln hier zukunftsfähige Geschäftsmodelle und testen neue Formen lokaler, fairer und technologiebasierter Produktion. Mit modernster Ausstattung – von Textildruck und Lasercutting bis hin zu digitalen Workstations und 3D-Technologie – versteht sich FABRIC als Labor und Community-Plattform für eine nachhaltige Textilwirtschaft.

Das Projekt ist eine Initiative der Hamburg Kreativ Gesellschaft. FABRIC ist ein Prototyp des Förderprogramms „Verborgene Potenziale Innenstadt“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert. Das Programm soll die Nutzungsvielfalt der Innenstadt stärken und den Strukturwandel positiv gestalten. Die Förderlaufzeit endet im November 2025.

Über die Hamburg Kreativ Gesellschaft

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist die städtische Wirtschaftsförderung für Hamburgs Kreativwirtschaft. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ist sie der Behörde für Kultur und Medien zugeordnet und seit 2010 direkte Anlauf- und Servicestelle für alle Akteur*innen und Unternehmen der Kreativwirtschaft in der Hansestadt. In den Arbeitsbereichen Beratung und Weiterbildung, Immobilien und Stadtentwicklung, Förderung und Finanzierung sowie Vernetzung setzt sie innovative und passgenaue Formate und Angebote zu relevanten Themen der Kreativwirtschaft um. Mit dem Cross Innovation Hub fördert die Kreativ Gesellschaft seit 2015 als Pionierin die Verknüpfung von Kultur- und Kreativwirtschaft mit klassischen Wirtschaftsbranchen, um innovative Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Mit dem Design Zentrum Hamburg, Gamecity Hamburg und nextMedia.Hamburg verfügt sie zudem über drei Standortinitiativen, die jeweils spezielle Teilmärkte im Fokus haben.

Zu ihren Kernaufgaben gehört es, die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft zu verbessern und dabei als Schnittstelle zu fungieren – zwischen den verschiedenen Bereichen der Kreativwirtschaft, aber auch zu weiteren Akteur*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

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Hinweis: Die Nutzung des Bildmaterials ist nur unter Nennung des vollständigen Copyrights und der Hamburg Kreativ Gesellschaft gestattet. Die Angaben zum Copyright können den Dateinamen entnommen werden.

Ansprechperson

Jean Rehders -
  • Jean Rehders
  • Leitung Kommunikation Hamburg Kreativ Gesellschaft
  • 040 2372435-34
  • Kurzbiografie
  • Jean leitet die Kommunikationsabteilung der Hamburg Kreativ Gesellschaft und ist Ansprechpartner für Presse- und Medienvertreter*innen.

    Bevor er 2014 bei der Kreativ Gesellschaft zunächst als freier Mitarbeiter die Projektleitung der Entwicklung des Oberhafenquartiers übernahm, leitet er sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des MS Dockville Festivals in Hamburg-Wilhelmsburg. Neben allen kommunikativen Aufgaben war er für Vernetzung und Lobby-Arbeit verantwortlich und hat in dieser Funktion die Gründung, den Aufbau und das Wachstum des Festivals mitgestaltet und hat die Entwicklung zahlreicher Formate wie dem Spektrum Festival, dem Vogelball, dem Kunstcamp (heute: Artville) oder dem Kids-Projekt Lüttville begleitet. Zeitgleich zum Start bei der Kreativ Gesellschaft war er als Mit-Initiator der ersten Hallo Festspiele im Kraftwerk Bille in Hammerbrook beteiligt.

    An der Leuphana Universität in Lüneburg studierte Jean lange und erfolgreich Angewandte Kulturwissenschaften – mit Praxisstationen bei enja Records, München, der Hamburger Kunsthalle, den Freunden der Hamburger Kunsthalle e.V. sowie dem deutsch-französischen TV-Sender arte, Straßburg.

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