Die FABRIC Member und ihre Labels
Von experimenteller Streetwear über innovative Materialforschung bis zu feinem Handwerk: Diese 15 Member Brands des FABRIC – Future Fashion Lab zeigen, wie vielfältig und kreativ nachhaltige Mode sein kann.
Von experimenteller Streetwear über innovative Materialforschung bis zu feinem Handwerk: Diese 15 Member Brands des FABRIC – Future Fashion Lab zeigen, wie vielfältig und kreativ nachhaltige Mode sein kann.

Von experimenteller Streetwear über innovative Materialforschung bis zu feinem Handwerk: Die 15 Member Brands des FABRIC – Future Fashion Lab zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll nachhaltige Mode sein kann. Jedes Label bringt seine eigene Handschrift ein – von avantgardistischen Entwürfen bis zu lokal produzierten Kollektionen – und verbindet dabei Design, Technologie und Verantwortung. Gemeinsam repräsentieren sie die nächste Generation Hamburger Mode, die Trends hinterfragt und neue Perspektiven für eine zukunftsfähige Textilwirtschaft eröffnet.
Abonniere unseren Newsletter und lass dich regelmäßig kompakt über Ausschreibungen, Programme und Veranstaltungen informieren.

Simone Ball (re-re), Nicole Kiersz, Mone Unmüßig (oHneH), Masoumeh Shariatnaseri (CHASHO) und Jochen Ambacher (Made auf Veddel) haben ihre Handschriften zu einem Statement vereint: Mode kann regional, nachhaltig – und radikal zeitgemäß.

ENNO ist ein fortlaufendes Modeprojekt von Enrico Haase. Es versteht sich weniger als klassische Marke, sondern als Archiv künstlerischer Experimente, in denen verschiedene Ästhetiken, Themen und Emotionen erforscht werden.
Im Zentrum steht die bewusste Auseinandersetzung mit Material, Form und Handwerk. Jedes Werk entsteht in handwerklicher Präzision und verkörpert den Gedanken von Slow Fashion, als Gegenentwurf zu schnelllebigem Konsum und oberflächlicher Gestaltung.
Die Ästhetik von ENNO ist konzeptionell, melancholisch und körperlich. Sie bewegt sich zwischen Couture und Kunstobjekt, zwischen Struktur und Emotion, und spiegelt eine Haltung wider, die Mode als Prozess versteht und nicht als Produkt.

Emir Medić ist ein deutsch-bosnischer Modededesigner und Kostümbildner.
Seine Entwürfe spiegeln oft die schöpferische Zerrissenheit zwischen Kulturen, Tradition und Erneuerung und sind auch Ausdruck von Vielfalt.
Mode steht für ihn als Kunstform mit der Material, Technik und Silhouette seine Sichtweise veranschaulicht.
Die Kollektion „biser“ und das Projekt „images of my past“ ist die Auseinandersetzung mit Erinnerungen an Flucht und dem Gefühl von Heimat und deren textile Umsetzung in Materie und Form.

2024 gründete Designer Mattis Dallmann sein Studio FREIKOERPER in Hamburg – und bringt damit die Konzepte und Impulse aus seinem Master an der renommierten Swedish School of Textiles zum Leben.
Mit tiefer Materialkenntnis und handwerklicher Präzision entsteht Kleidung, die unsere Wertschätzung für das Objekt und unsere Verbindung zum Körper neu definiert.
FREIKOERPER versteht Design als einen Dialog – zwischen Haut und Material, zwischen Bewegung und Form.

Mode zwischen digitaler und physischer Realität.
MEDNARD steht für eine technoide Ästhetik – präzise, reduziert und klar konstruiert. DieKollektionen entstehen digital in 3D und folgen Zero-Waste-Prinzipien. Der Materialverschnitt liegt bei maximal drei Prozent – im Vergleich zu durchschnittlich rund 25 Prozent Stoffabfall in der konventionellen Bekleidungsindustrie. Jeder Schnitt wird digital konstruiert, um Material optimal zu nutzen und Überproduktion zu vermeiden. Produziert wird lokal in Hamburg – aus Deadstock-Materialien und mit Fokus auf Qualität statt Quantität. Kein Überfluss. Keine Kompromisse.
Nachhaltigkeit als Basis, nicht als Trend.
Jedes Design entsteht aus einer Idee, nicht aus einem Zyklus. Es geht um Form, Funktion und Verantwortung – um Kleidung, die bewusst gestaltet und getragen wird.
Technoid, präzise, bewusst.
Die Ästhetik von MEDNARD bewegt sich zwischen digitaler Struktur und physischem Raum. Materialien reflektieren Licht, Formen entstehen aus digitalen Prozessen. Die Schnitte sind reduziert, die Silhouetten klar – Mode als System, das sich ständig weiterentwickelt.
Mission.
Design neu denken – digital, präzise, verantwortungsvoll. Nachhaltigkeit soll selbstverständlich werden, nicht erklärungsbedürftig.
Vision.
Eine Zukunft, in der Mode nicht auf Trends reagiert, sondern Systeme verändert. Kleidung als Ausdruck von Bewusstsein – zwischen Technologie, Handwerk und Identität.

Homie rettet vergessene Herrenhemden aus Reinigungen und gibt ihnen ein neues Leben. Die Hemden werden in Einzelteile geschnitten und individuell farblich passend gepatcht – echtes Upcycling statt Wegwerfmode. Kund*innen können auch eigene Lieblingsstücke mitbringen und neu gestalten lassen.
So entstehen lässige Ober- und Unterteile aus besten Baumwollqualitäten, jedes Teil ein handgefertigtes Unikat. "Waste isn't waste until we waste it!"

Mit ihrem Label I WEAR TRASH recycelt die Modedesignerin Leonie Reuter Secondhand-Kleidung und Alttextilien. Inspiriert durch Jugendkulturen der 90er bis frühen 2000er Jahre, entstehen trashy Unikate, die sich aus „ungewollten“ Materialien zusammensetzen und Überkonsum kritisieren.
Neben verschiedenen Print-Designs, die vertrocknete Rosen und Elemente von Spitzengardinen abbilden, taucht wiederholt der Markenname „I WEAR TRASH“ als Strass-Applikation auf.
Die Themen Nostalgie und Zerfall werden auch durch das spielerische Auseinandertrennen und neu Zusammenfügen von bestehenden Textilien aufgegriffen. Es erzeugt eine rohe Ästhetik, die „cleane“ Looks ablehnt.

Jasmin Wottke setzt sich mit nachhaltigen und zeitintensiven Verarbeitungstechniken auseinander, mit der sie zu einer Entschleunigung aufrufen möchte. Das Analysieren von historischer Kleidung entwickelt J.A.I.W. mittels Drapage zu fluiden Designs.
Ihre Arbeiten kennzeichnen sich durch Oberflächenmanipulation aus, die auf bereits vorhandenen Materialien stattfinden, um somit das Potenzial des Verborgenen zu entdecken und Nachhaltigkeit in das Design zu integrieren. Die Schnecke, das Symbol für Geschlechtslosigkeit, Entschleunigung und Mystik, ist dabei ein zentrales und wiederkehrendes Motiv.

KAHL verwandelt vergessene Krawatten aus Schränken in neue Kreationen und haucht ihnen neues Leben ein.
KAHL nutzt die Krawatte – traditionell ein Symbol des Patriarchats – bewusst, um gesellschaftliche Normen herauszufordern. Ihre Arbeit ist nicht nur ästhetisch, sondern auch ein Statement für Inklusion, Nachhaltigkeit und die Neudefinition traditioneller Symbole.

Laura Chlass steht für Mode zwischen Avantgarde und konzeptueller Klarheit – als Reflexion des Menschseins.
2023 in Hamburg gegründet, entstehen alle Stücke lokal und handgefertigt aus Restbeständen und recyceltem Leder – als bewusster Gegenentwurf zur Schnelllebigkeit der Mode.
Statt saisonaler Hektik setzt das Label auf zeitlose Designs mit stiller Intensität – Material wird respektiert, nicht konsumiert.

lealabob is a contemporary berlin based ready-to-wear brand founded in 2024.
with deep influences of sports- and outdoorwear coalescing twists of individual style, nostalgia and the future, we explore varied techniques to deconstruct the idea of conventional clothing in a raw and playful way. We navigate innovative solutions to create bold statement pieces balancing chaos and clarity while maintaining wearability and functionality in each garment.
we work with upcycling and dead stock fabrics, using leftover pieces of material as we work towards zero waste in our production. We create unique, one-of-a-kind pieces as well as limited made-to-order series produced in our Berlin studio.

Lea Theres Lahr-Thiele ist Textilkünstlerin und Designerin. Ihre Arbeit verbindet traditionelles Handwerk mit zukunftsweisender Materialinnovation.
Nach ihrer Schneiderausbildung in einem Atelier für extravagante Brautmoden , vertieft sie ihr Verständnis für Bekleidungssysteme und Schnittkonstruktion, bevor sie 2023 ihren Bachelor of Arts in Modedesign mit Auszeichnung abschließt. Von Beginn an kreisen ihre künstlerischen Arbeiten um Nachhaltigkeit, duale Systeme und das verborgene Potenzial von Materialien. Geleitet von einem aleatorischen und experimentellen forscherischen Ansatz, transformiert sie persönlich zusammengetragene Deadstockmaterialien zu atemberaubenden Couture Pieces. Ihre selbstentwickelte Counterform Design Methode – eine Technik, die sie während ihrer Zeit bei Jakob Schlaepfer entwickelte – definiert Abfallmaterial als integralen ästhetischen und strukturellen Bestandteil neu.
Ihre Arbeiten sind methodisch und poetisch zugleich und erforschen, wie Innovation aus Einschränkungen entstehen kann. Seit 2023 wurde Lahr-Thiele mehrfach für ihre Arbeiten im Bereich Nachhaltigkeit und Materialinnovation ausgezeichnet und nominiert. Ihre Einzel- und Gruppenausstellungen spiegeln stets ihr Engagement für verantwortungsvolles Design und ihre Vision einer „Zero-Waste-Couture“ wider, in der jedes Stück zum Dialog zwischen Präzision, Emotion und ökologischem Bewusstsein wird.

Bei mari so rare wird Mode neu gedacht – ein handgefertigtes Teil nach dem anderen.
2024 gegründet, steht das Label für Slow Fashion und präzises Handwerk. Jedes Kleidungsstück wird liebevoll von Hand gefertigt – als Ausdruck dafür, dass Stil und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen.
Mode ist eine universelle Sprache: Ausdruck von Identität, Kreativität und persönlichem Stil, der für alle zugänglich sein sollte. Bei mari so rare entstehen Teile für verschiedene Körper, Persönlichkeiten und Identitäten.

Maximilian Dietrich ist ein junges Label aus Hamburg, das Mode als Medium des Erzählens und Forschens begreift.
Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft.
Durch Charakter- und World-Building entstehen narrative Welten, die zwischen Realität und Traum vermitteln und gesellschaftliche Fragen aufgreifen.
So formt sich eine kollektive Vision, die über Mode hinausgeht und Gemeinschaft sowie Bewusstsein in den Mittelpunkt stellt.

Mit re-re verwandelt die Modedesignerin Simone Ball ausgewählte Pre-Loved Klassiker durch kunstvolle Stickereien in einzigartige Unikate. Florale Muster stehen im Fokus der Stickereien — sie symbolisieren Transformation, Widerstandskraft und Erneuerung. Jedes re-re-Piece setzt ein Zeichen für das Weitertragen, Aufwerten und Umwandeln von Kleidung. Kleidungsstücke mit Story.
Hinweis: Die Nutzung des Bildmaterials ist nur unter Nennung des vollständigen Copyrights und der Hamburg Kreativ Gesellschaft gestattet. Die Angaben zum Copyright können den Dateinamen entnommen werden.
















Jean leitet die Kommunikationsabteilung der Hamburg Kreativ Gesellschaft und ist Ansprechpartner für Presse- und Medienvertreter*innen.
Bevor er 2014 bei der Kreativ Gesellschaft zunächst als freier Mitarbeiter die Projektleitung der Entwicklung des Oberhafenquartiers übernahm, leitet er sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des MS Dockville Festivals in Hamburg-Wilhelmsburg. Neben allen kommunikativen Aufgaben war er für Vernetzung und Lobby-Arbeit verantwortlich und hat in dieser Funktion die Gründung, den Aufbau und das Wachstum des Festivals mitgestaltet und hat die Entwicklung zahlreicher Formate wie dem Spektrum Festival, dem Vogelball, dem Kunstcamp (heute: Artville) oder dem Kids-Projekt Lüttville begleitet. Zeitgleich zum Start bei der Kreativ Gesellschaft war er als Mit-Initiator der ersten Hallo Festspiele im Kraftwerk Bille in Hammerbrook beteiligt.
An der Leuphana Universität in Lüneburg studierte Jean lange und erfolgreich Angewandte Kulturwissenschaften – mit Praxisstationen bei enja Records, München, der Hamburger Kunsthalle, den Freunden der Hamburger Kunsthalle e.V. sowie dem deutsch-französischen TV-Sender arte, Straßburg.