Gobal Organic Textile Standards (GOTS). „So können wir die Fabriken zwei Mal im Jahr besuchen und bleiben eng in Kontakt.“ Die meiste Kundschaft kommt aus Als Holtzheimer und Bronowski von der Möglichkeit hörten, bewarben sie sich sofort – und zogen im Sommer 2018 ein. „Für uns war es eine perfekte Starthilfe, so zentral einen Showroom zu haben. Es hat uns geholfen, vor B2B-Kund*innen professioneller zu wirken und uns zu festigen“, sagt Holtzheimer. Inzwischen arbeiten sie hier mit einem 20-köpfigen Team. „Als Start-up hast du normalerweise keine Adresse am Sandtorkai – und nach Wellingsbüttel sind die Einkäufer*innen aufgrund der Entfernung nicht so gern gekommen.“
Das Label arbeitet heute mit sechs Betrieben aus Portugal, Bulgarien, der Türkei und – der ersten Produktionsstätte - Polen, viele davon zertifiziert nachDeutschland, Österreich und der Schweiz, Bestellungen aus Frankreich und Niederlande nehmen zu. „Wir verkaufen nicht nur online, sondern auch in circa 150 Läden, die uns führen“, sagt Holtzheimer. „Die haben einen bestimmten Orderzeitraum.“ Und der startet jetzt. Für das Team von Jan ’n June heißt das: Präsentationen vorbereiten, Einkäufe koordinieren, Messen und Showrooms mit der neuen Kollektion besuchen. Es geht nach Berlin, danach nach Düsseldorf.
Jan ’n June im FABRIC
In Hamburg konnten Kund*innen die Fair Fashion des Labels an einem besonderen Ort bestaunen: im FABRIC – Future Fashion Lab, dem neuen Modehub der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Anlass war der 10. Geburtstag von Jan ’n June, zu dem Holtzheimer und Bronowski etwas Besonderes machen wollten: einen Pop-up-Store. „Das FABRIC begeistert mich schon von Anfang an“, sagt Holtzheimer, die sich mit ihrem Label dem Netzwerk angeschlossen hat, das sich auf nachhaltige Modeschöpfung fokussiert.
In den stylishen Räumlichkeiten in den Großen Bleichen konnten Kund*innen im Sommer drei Wochen lang durch die Kollektion von Jan ’n June stöbern und sie unverbindlich anprobieren. „Die Resonanz war gut“, sagt Holtzheimer, „unsere Kund*innen fanden es großartig.“
Die Vision von dem Abend im Schanzenviertel haben Holtzheimer und Bronowski verwirklicht – dass Mode und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Aber besser geht es immer, findet Gründerin Holtzheimer. Deshalb sollen bei Jan ’n June künftig noch mehr alternative Materialien eine Rolle spielen: „Gerade Kleidung ist ein Riesenhebel, wenn es darum geht, unsere Umwelt zu schützen.“ Mit Recycling-Plastik, -Baumwolle und -Mohair. Und mit dem kleinen QR-Code, der alles verändert.