Jahresbericht 2025

Editorial

Highlights

Die 40 Teilnehmenden der Creative Business Academy blicken auf acht Monate intensive Weiterbildung zurück. In Masterclasses, Vorträgen und Community-Learning-Formaten erweiterten sie ihr Know-how und knüpften wertvolle Verbindungen. Im Fokus standen Themen wie Entrepreneurship, Marketing und Future Skills.

Let’s join creative forces: Zwei Tage, 1.100 Besuchende und 170 Speaker*innen – beim German Creative Economy Summit versammelten sich Kreative und Unternehmer*innen auf Kampnagel zum Austausch. Der Kongress setzt damit zum zweiten Mal ein starkes Zeichen für die Kreativwirtschaft.

Der Kiez wird zum KI-Hotspot: Mit AI Media Leaders brachte nextMedia.Hamburg Führungskräfte der Medien- und Digitalwirtschaft in den Mojo Club, um über 350 Expert*innen in Austausch und Deep Dives zu KI zu versammeln. Im Fokus: Wie Unternehmen KI sinnvoll, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert nutzen können.

Vom Prototyp zum Erfolgsgame: Couch Coop Action Game trifft auf tapfere Katzen – und heraus kommt eines der erfolgreichsten Spiele der Prototypenförderung von Gamecity Hamburg. 2020 mit 80.000 Euro gefördert, konnten Octofox Games ihr Spiel Wild Woods auf den Weg bringen, das heute knapp 1.500 positive Bewertungen auf Steam vorweist.

Ein prämierter Blick auf die USA: Klug, kontinuierlich und journalistisch präzise – so beschreibt das Board des scoop Awards das diesjährige Gewinnerformat „Ok, America?“ der ZEIT Verlagsgruppe. Im Podcast liefern Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer fundierte Analysen zur US-Politik aus deutscher Perspektive. Beide waren im Rahmen des scoopcamps zu Gast und diskutierten mit Dr. Nina Klaß.

Wie wirkt KI in der Kreativwirtschaft? In Veranstaltungen zu Architektur, Fotografie und Musik diskutierten renommierte Speaker*innen wie Ivonne Veith, KI-Spezialistin für Marken wie Hyundai und Vogue, über Veränderungen für die Branchen. Designer*innen unterstützte das Design Zentrum außerdem mit einer regelmäßigen Sprechstunde zu KI und Recht.

Auszeichnung zum Abschied: Der JUPITER ist Geschichte – und schreibt mit dem Deutschen Städtebaupreis 2025 sein letztes Erfolgskapitel. Das temporäre Kreativkaufhaus belebte von 2022 bis 2025 die Hamburger Innenstadt und zählt laut Jury zu den bundesweit besten Beispielen für innovative Stadtentwicklung im Sinne einer „Umbaukultur in der zirkulären Stadt“.

Wie können sich Unternehmen zukunftsfähig aufstellen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt KLIMAready. Als assoziierter Partner begleitet der Cross Innovation Hub Unternehmen dabei, Schritte in Richtung Energietransformation, Emissionsreduktion und langfristige Klimaresilienz zu gehen. Getragen von sieben Clustern der Metropolregion bringt KLIMAready unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen zusammen.

Als erster öffentlich finanzierter Inkubator für Start-ups der Musikindustrie ist Music WorX mit angepasster Struktur in eine neue Runde gestartet. Nach drei Monaten mit Fokus auf Strategie, Storytelling und Netzwerk gab es zwei Gewinnerteams: Der Jury-Preis ging an Postal Sounds mit einer Plattform, die Städte musikalisch erlebbar macht; den Audience Award erhielt Team sounds, das digitale Jam Sessions mit Künstler*innen weltweit ermöglicht.

Netzwerk auf der Elbe: Bei der Portside Game Assembly versammelte Gamecity Hamburg einen exklusiven Kreis von 100 internationalen Akteur*innen der Indie-Games-Szene zum Branchenaustausch, unter anderem auf einem Konferenz-Schiff. Nach einer Auftakt-Keynote boten zwei Thementracks Möglichkeiten für Wissenstransfer und Austausch. Das erfolgreiche Format wird 2026 wieder in See stechen.

Die Haltestelle der Zukunft: Eine Haltestelle, an der man sich gerne aufhält? Die hat ein interdisziplinäres Studierendenteam in der Cross Innovation Class gemeinsam mit dem Hamburger Verkehrsverbund entwickelt. Die alsterHUB 2040 ist nachhaltig, sozial und barrierearm. Ganz nach dem Motto: Come for the Ride – Stay for the Vibe.

Mit dem Projektaufruf „Pilotprojekte: Ideen finden Stadt“ öffnete Hamburg seine Innenstadt 2025 für kreative Ansätze gegen Leerstand. Aus über 200 Bewerbungen wurden 43 Projekte ausgewählt und mit insgesamt 690.000 Euro gefördert. Pilotprojekte wurde durch die Hamburg Kreativ Gesellschaft im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen durchgeführt.

Auf nach Borås: Ein Ausflug in Schwedens Textilhauptstadt. Das Exkursionsformat Designers on Tour ermöglichte es sechs Mode- und Textildesigner*innen, an kuratierten Führungen teilzunehmen, internationale Kontakte zu knüpfen und sich Tipps zu nachhaltiger Produktion von Vorreitern aus Forschung und Industrie abzuholen.

Was kann Gestaltung für unser Miteinander tun?, fragte die erste Social Design Week. Für das Programm schwärmte das Design Zentrum zu verschiedenen Orten der Stadt aus. Projekte wie der gemeinschaftlich entwickelte Alster-Bille-Elbe-Grünzug PARKS oder das mit Altersklischees brechende „Pimp my Rollator“ geben die Antwort: eine ganze Menge.

In Krisenzeiten ist Innovationsarbeit wichtiger denn je – doch die Wirtschaft befindet sich vielerorts in Schockstarre. Beim Cross Innovation Day zeigte der Cross Innovation Hub Wege aus dem Stillstand. Über 200 Vertreter*innen aus KMU, Konzernen, Politik und Verwaltung trafen auf Expert*innen der Kreativwirtschaft und lernten die Chancen branchenübergreifender Zusammenarbeit kennen.

Mit dem Brand Lift verschreibt sich das Design Zentrum der Förderung aufstrebender Marken. Das dreimonatige Programm unterstützt Brands durch Workshops und Coachings bei der strategischen Positionierung. Auf der B2B-Messe Nordstil konnten die vier geförderten Teams einen eigenen Messestand präsentieren. Mit dabei: Feminismus zum Anziehen von The Propcorner und feuerfeste Kuscheldecken von ASK THE FOX.

Räume für die Kreativwirtschaft

Immobilien & Stadtentwicklung

Ungenutzte Immobilien sind mehr als Leerstand – sie sind Möglichkeitsräume für Kreative. Daher setzt sich die Hamburg Kreativ Gesellschaft in der ganzen Stadt für ihre kurz-, mittel- und langfristige Erschließung ein. So ist sie eine wichtige Akteurin in der Gestaltung eines lebenswerten, zukunftsfähigen Hamburgs.

Räume für die Kreativwirtschaft

91

zwischengenutzte Frei_Flächen. Das Förderprogramm brachte Kreativschaffende mit Vermieter*innen zusammen, die temporär ihre Flächen zur Nutzung anboten. 128 geförderte Zwischennutzungen, 42.762 m² in Zwischennutzung **

17

Miet- und Entwicklungsobjekte. Einzelne Räume, ganze Gebäude und großflächige Areale für die längerfristige Nutzung durch Kreativschaffende ab vier Wochen bis hin zu vielen Jahren. 20.622 m² Gesamtmietfläche, 878 Arbeitsplätze in den Objekten, 100 % Auslastung

3

Räume zur temporären Nutzung. Räume für die kurzzeitige Zwischennutzung durch Kreativschaffende – von wenigen Stunden bis zu vier Wochen. 328 m² in Zwischennutzung**, 191 Nutzungen in 2025

* im Programmzeitraum 2021 – 2025 ** inkl. Mehrfachzählungen, wenn über eine Fläche unterschiedliche Nutzungsverträge abgeschlossen wurden *** zum Stichtag 31. Dezember 2025

Immobilienübersicht 2025
36 Orte

Einblick in die Hamburg Kreativ Gesellschaft

Über Uns

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft stärkt den Kreativstandort Hamburg. Als städtische Wirtschaftsförderung für die Kreativwirtschaft verbessern wir Rahmenbedingungen, schaffen Zugang zu Raum, Beratung, Finanzierung und Netzwerken und fördern Innovationsprozesse – auch branchenübergreifend. Davon profitieren kreative Unternehmen – und eine Stadt, die wirtschaftlich stark, offen für Neues und im besten Sinne lebenswert ist.

Etat* 12,5 Millionen EUR

Ausgaben*
5.832 TEUR Programm
3.855 TEUR Personal
2.166 TEUR Immobilien
647 TEUR Betriebskosten

Einnahmen*
9.359 TEUR Mittel der Freien und Hansestadt Hamburg
2.494 TEUR Eigeneinnahmen
648 TEUR Europäische Mittel

1,9 Mio. EUR

Fördergelder hat die Kreativ Gesellschaft im Jahr 2025 direkt und indirekt an Kreativschaffende vergeben.

Über 420

Menschen haben 2025 die Einzelberatungen der Kreativ Gesellschaft in Anspruch genommen.

Rund 16.500

Menschen hat sie in Seminaren, Workshops, Vernetzungsveranstaltungen oder Konferenzen direkt erreicht.

Über 500

Medienberichte wurden über die Arbeit der Kreativ Gesellschaft veröffentlicht.

15 Jahre Hamburg Kreativ Gesellschaft

Im Februar 2010 wurde die Hamburg Kreativ Gesellschaft als zentrale Fördereinrichtung für die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Hansestadt gegründet. Heute ist sie die größte Einrichtung ihrer Art im Bundesgebiet, leistet Pionierarbeit und ist Vorbild für vergleichbare Angebote in Deutschland und im Ausland. Ein Überblick in Zahlen zum 15-jährigen Bestehen.

Mehr als 100.000 Teilnehmende bei Angeboten der Hamburg Kreativ Gesellschaft seit 2010

Rund 2.000 Veranstaltungen

Über 600 Coachings

Mehr als 3000 Einzelberatungen

+ 18 %

Umsatz erwirtschaftet die Hamburger Kreativwirtschaft seit Gründung der Kreativ Gesellschaft. 2010: 10,13 Mrd. Euro, 2023: 11,91 Mrd. Euro

+ 38 %

Erwerbstätige arbeiten mittlerweile in der Kreativwirtschaft. 2010: 75.121, 2023: 103.632

+ 27 %

Unternehmen sind in Hamburg ansässig. 2010: 24.423, 2023: 31.017

Kreativstandort Hamburg

Zahlenbasierte Einblicke in Hamburgs Kreativbranchen

103.632

Menschen arbeiten in der Hamburger Kreativwirtschaft

31.017

davon sind selbstständig

11,9 Mrd.

Euro Umsatz wurde 2023 erwirtschaftet

118,2 Mio.

Euro davon durch Kleinunternehmer*innen

3,1 Mrd.

Euro im Bereich Software/ Games, 2023 der umsatzstärkste Teilmarkt

Jedes 7.

Unternehmen in Hamburg gehört zur Kreativwirtschaft

Alle Daten entstammen dem Goldmedia Standortmonitor, nach der Methodik des BMWK Kultur- und Kreativwirtschaft (Stand: Februar 2026). Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2023.

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Hamburg und Berlin bauen gemeinsame Infrastruktur für die Modebranche

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Ab sofort sind Tickets für den Networking Brunch und die Games Industry Party erhältlich.

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