Der Cross Innovation Hub wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) co-finanziert.

20.9.2018

Perspektivwechsel

„Reset“ aus der Kreativwirtschaft

Mirko Bass ist Business Developer bei CISCO Systems, einem weltweit tätigen Telekommunikations- unternehmen. Im Cross Innovation Lab, einer Workshop-, Prototyping- und Ausstellungsfläche im Hamburger Oberhafenquartier, beteiligt er sich in ungewohnten Arbeitskonstellationen an der Entwicklung neuer Industrieprodukte.

Mirko, wie entstehen in deinem Arbeitsalltag neue Geschäftsideen?

Als Business Developer für CISCO entwickle ich mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung neue Ansätze, um unser Leben in Städten wie auf dem Land intelligenter zu gestalten. Die Entwicklung gesellschaftlich relevanter Produkte oder Services setzt voraus, so offen und vernetzt wie möglich an eine Fragestellung heranzugehen. Eure Idee, ein Lab mit Kreativen, Start-ups und Industrieunternehmen einzurichten, hat mich auf Anhieb begeistert. In dieser Umgebung brechen wir Silos auf, wir lösen uns aus unserem eigenen „Königreich“ und kommen im offenen Austausch zu ganz neuen Lösungen.

Welche Bedeutung hat Technik für die Entwicklung von Innovationen?

Ich sehe Technik als das entscheidende Hilfsmittel, um Menschen und Innovationen zu vernetzen. Technologie bietet die Möglichkeit, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben und Brücken zu bauen. Denken wir nur an Schlagworte wie Biotech, Nanotech, Künstliche Intelligenz, Robotics oder das Internet der Dinge: Technologie hält Einzug in alle Lebensbereiche. Das eine ist vom anderen heute kaum mehr zu trennen.

Was können Kreative in einem Innovationsprozess leisten?

Ich rede ja immer davon, dass wir unseren Blickwinkel erweitern müssen. Im Tagesgeschäft verlieren wir so oft das Gespür für die echten Herausforderungen der Menschen. Wir schauen zu sehr auf uns, unsere bestehenden Produkte und Dienstleistungen, und entwickeln daraufhin einen neuen Ansatz. Erst dann suchen wir das Problem, welches wir damit lösen können.

Kreative können in dieser Hinsicht einen echten „Reset“ auslösen. Sie sind oftmals Rebellen und Autodidakten, die in ganz unterschiedlichen beruflichen Stationen eine breite Wissensbasis aufgebaut haben. Wir brauchen genau solche Persönlichkeiten, die vernetzt denken, verschiedene Erfahrungen zusammenbringen und zu neuen Lösungen verweben können. Mit dieser Flughöhe und ihrer freien, ganz selbstverständlichen Motivation, Neues zu schaffen, können sie den Innovationsprozess beflügeln.

Mirko Bass ist seit 2001 in diversen Führungs- und strategischen Entwicklungsrollen in Europa für Cisco Systems tätig. Er entwickelte das „Country Digitisation Acceleration Programm für Europa“ - eine Initiative, die Ländern, Unternehmen, Städten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen hilft, mit Informations- und Kommunikationstechnologien wettbewerbsfähiger und erfolgreicher zu sein.

Über das Cross Innovation Lab

Im Herbst 2019 setzen wir ein experimentelles Format fort, das Synergien und bislang ungenutzte Innovationspotentiale in der temporären Zusammenarbeit von Entwickler-Teams aus der Industrie und hochqualifizierten Spezialistinnen und Spezialisten aus der Kreativwirtschaft zugänglich macht: das Cross Innovation Lab. Für eine Dauer von sechs Wochen (Mitte Oktober bis Anfang Dezember 2019) entsteht eine mit Prototyping-Werkzeug ausgestattete Workshop- und Ausstellungsfläche. Hier gehen interdisziplinäre Teams die Innovationsvorhaben oder -bedarfe der Industrie an.

 

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