Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt

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Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt

Ein Überblick über Hilfsmaßnahmen durch den Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg

Kommende Hilfsmaßnahmen

Aktuelle Hilfsmaßnahmen

Finanzielle Förderungen und Entlastungen

Information und Beratung

Kommende Hilfsmaßnahmen

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Worum geht's?
Finanzielle Einbußen, eine unsichere wirtschaftliche Lage: Die Corona-Pandemie stellt viele Ausbildungsbetriebe vor besondere Herausforderungen. Dies trifft auch viele junge Menschen, die vor dem Beginn einer Berufsausbildung stehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Deshalb will die Bundesregierung den mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ gespannten Schutzschirm für Auszubildende verlängern und erweitern. Auch das Ausbildungsjahr 2021/2022 soll nun einbezogen werden.

Für wen ist das interessant?
Die Bundesregierung will, dass die Hilfen mehr Unternehmen zugutekommen. Konnten bisher kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden die Ausbildungsprämien beantragen, so sollen es ab dem 1. Juni 2021 Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden sein. Wie bislang auch geht es um Betriebe, die in erheblichem Umfang durch die Corona-Krise getroffen sind, weil sie beispielsweise Kurzarbeit durchführen müssen oder erhebliche Umsatzeinbußen haben. Darüber hinaus unterstützt die Bundesregierung Auszubildende in diesem Jahr bei ihrer Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. So erhalten Betriebe Zuschüsse zu den Kosten für externe Vorbereitungslehrgänge. Voraussetzung ist, dass sie ihren Auszubildenden Plätze in solchen – auch digitalen – Lehrgängen zur Verfügung stellen.

Wie beantrage ich das?
Die Modalitäten zur Antragsstellung müssen noch konkretisiert werden. Liegen diese Informationen vor, veröffentlichen wir sie zeitnah. Hier geht es zu den aktuellen Informationen des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Worum geht's?
Der Bund stellt zur Unterstützung von Kulturveranstaltungen bis zu 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung, damit der Neustart gelingt. Der Sonderfonds ist dadurch für die gesamte Kreativszene eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Hilfen der Bundesregierung, der Länder und der Kommunen.

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen hilft mit zwei Modulen:

  • Die Wirtschaftlichkeitshilfe gewährleistet, dass Veranstaltungen auch dann durchgeführt werden können, wenn aus Gründen des Infektionsschutzes weniger Besucher*innen zugelassen sind und somit weniger Tickets verkauft werden können. Deshalb gibt es einen Zuschuss auf die Einnahmen aus Ticketverkäufen, um die Finanzierungslücke solcher Veranstaltungen zu schließen. Sie unterstützt Veranstaltungen mit bis zu 500 möglichen Teilnehmenden (bzw. ab 1. August mit bis zu 2.000 Teilnehmenden), die pandemiebedingt nur mit reduzierter Teilnehmerzahl stattfinden können. Sie verdoppelt (bzw. verdreifacht bei besonders strengen Auflagen) die Einnahmen aus den ersten 1.000 Tickets, bis die Kosten einer Veranstaltung gedeckt sind. 
  • Eine Ausfallabsicherung soll Veranstalter*innen Planungssicherheit für größere Kulturveranstaltungen geben. Deshalb übernimmt der Sonderfonds für förderfähige Veranstaltungen im Falle Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen den größten Teil der Ausfallkosten.Diese Modul schafft Planungssicherheit für größere Kulturveranstaltungen (mit mehr als möglichen 2.000 Teilnehmenden) und übernimmt 80 Prozent der Kosten Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen.

Für wen ist das interessant?
Förderfähig sind ausschließlich Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Opern, Tanz, Film, Theater, Musicals, Kleinkunst, Varieté, Lesungen, Performing Arts, Medienvorführungen und künstlerische und kulturelle Ausstellungen. Wichtig ist, dass die Veranstaltung in Deutschland stattfindet und Eintrittskarten verkauft. Antragsberechtigt sind Veranstalter*innen von Kulturveranstaltungen. Veranstalter*in ist, wer das wirtschaftliche und organisatorische Risiko einer Veranstaltung trägt. Veranstalter*innen in öffentlicher Trägerschaft sind ebenfalls antragsberechtigt, können jedoch nur die Wirtschaftlichkeitshilfe beantragen.

Wie beantrage ich das?
Die Wirtschaftlichkeitshilfe startet am 01. Juli 2021. Die Ausfallabsicherung läuft ab dem 01. September 2021. Für beide Module müssen Veranstaltungen im Voraus ab dem 15. Juni hier registriert werden.

Aktuelle Hilfsmaßnahmen

Hamburger Corona Härtefallhilfe (HCH)

Worum geht's?
Die Härtefallhilfe als Ergänzungsfazilität zu den bisherigen Hilfsprogrammen bietet auf Grundlage von Einzelfallprüfungen die Möglichkeit zur Förderung von Antragstellenden, die außerordentliche und Pandemie-bedingte Belastungen zu tragen haben, welche absehbar die wirtschaftliche Existenz bedrohen. Dies wird maßgeblich am Umsatzeinbruch und Liquiditätsengpass festgemacht. Die Härtefallhilfe wird als einmalige Fördersumme ausbezahlt. Basis dafür ist grundsätzlich der Umsatzeinbruch im Förderzeitraum (1. November 2020 bis 30. Juni 2021 (bei Antragstellung über Prüfende Dritte) bzw. 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 (Direktantragsteller)) im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz im Vergleichszeitraum 2019 (Referenzumsatz).
In begründeten Einzelfällen können Antragstellende zur Bemessung des Referenzumsatzes, einen alternativen Vergleichszeitraum zugrunde legen. Damit wird Antragstellenden geholfen, die im Vergleichszeitraum nur außerordentlich niedrige oder (noch) keine Umsätze verzeichnen konnten. 

Für wen ist das interessant?
Die Härtefallhilfen des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg richten sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, bei denen die bestehenden Corona-bedingten Wirtschaftshilfen bisher nicht greifen konnten

Wie beantrage ich das?
Der Antrag ist ausschließlich digital über die IFB Hamburg zu stellen und wird dann der zuständigen Bewilligungsstelle zugeordnet. Eine Antragsstellung ist längstens bis zum 30. September 2021 möglich. Es kann nur ein einmaliger Antrag auf Härtefallhilfe gestellt werden, nachträgliche Änderungen sind nicht möglich.

Hamburg-Digital 

Worum geht's?
Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) unterstützt die digitale Transformation kleiner und mittler Unternehmen (KMU) der Hamburger Wirtschaft mit Beratungs- und Investitionsleistungen. Im Zeitalter der beschleunigten digitalen Transformation benötigen alle Unternehmen klare Vorstellungen davon, welche digitalen Vorhaben umzusetzen sind, damit Wettbewerbsfähigkeit erhalten und Wachstumspotentiale genutzt werden können. Das Förderprogramm „Hamburg Digital“ unterstützt bei der Umstellung auf neue digitale Systeme und Geschäftsmodelle und trägt dadurch zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Erhöhung der Sicherheit beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien bei.

Die Förderung ist in zwei Modulen organisiert:

Modul I: Hamburg-Digital Check:
Gefördert werden Ausgaben für Beratungsdienstleister, die im Rahmen des Bundesprogramm „go-digital“ eine Zertifizierung erhalten haben.
Modul II: Hamburg-Digital Invest:
Gefördert werden Investitionen zur Umsetzung der entwickelten Strategien und Konzepte. Die Förderung umfasst sowohl Ausgaben für IKT-Hard- und -Software als auch die Ausgaben für externe Dienstleister, die für die Umsetzung der Maßnahmen notwendig sind.

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks und freiberuflich Tätige mit Sitz oder mindestens einer Betriebsstätte in Hamburg, in der die geförderte Maßnahme zum Einsatz kommt.

Wie beantrage ich das?
Die IFB hat hier alle Informationen zur Förderung zusammengefasst. Der Antrag ist ausschließlich in digitaler Form über das eAntragsportal zu stellen. 

Die Dezemberhilfe

Worum geht's?
Um den von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen (im Weiteren: Unternehmen) durch die Krise zu helfen, kann die außerordentliche Wirtschaftshilfe beantragt werden. Damit sollen für die Zeit der Maßnahmen im Dezember von diesen Schließungen betroffenen Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung stehen. 

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen entsprechend den Regelungen der Novemberhilfe.

Wie beantrage ich das?
Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Weitere Informationen zur Dezemberhilfe gibt es hier.

Die No­vem­ber­hil­fe

Worum geht's?
Die am 28. Oktober von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bedeuten eine enorme wirtschaftliche Belastung insbesondere für diejenigen Branchen, die von den temporären Schließungen betroffen sind. Viele dieser Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen sind bereits durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr wirtschaftlich angeschlagen und waren gerade dabei, sich zu erholen. Um diese besonders betroffenen Unternehmen zu unterstützen, stellt der Bund eine zielgerichtete außerordentliche Wirtschaftshilfe – die Novemberhilfe – bereit, die über die bestehenden Unterstützungsprogramme deutlich hinausgeht. 

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet.

Für wen ist das interessant?
Die Novemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehemen, die indirekt stark betroffen sind. Die Organisationsform und die Trägerschaft des Unternehmens oder der Einrichtung sind nicht entscheidend. Ein gemeinnütziges Theater kann ebenso Hilfen erhalten wie ein kommerzieller Restaurantbetreiber. Wichtig ist, dass das Unternehmen oder die Einrichtung am Markt tätig ist und Umsätze erwirtschaftet.

Wie beantrage ich das?
Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Weitere Informationen zu der Novemberhilfe gibt es hier.

 

Überbrückungshilfe III (inkl. Neustarthilfe für Solosebständige) wird als Überbrückungshilfe III Plus verlängert

Worum geht's?
Einige Unternehmen haben wegen Corona-bedingter Schließungen oder Einschränkungen keine oder weniger Einnahmen. Die Bundesregierung verlängert deshalb die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. 

Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro erweitert. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig. Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

+++ Update +++

Die bewährten Förderbedingungen werden in der Überbrückungshilfe III Plus beibehalten. Neu hinzu kommt die Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Die Neustarthilfe wird ebenfalls bis zum 30. September 2021 weitergeführt (Neustarthilfe Plus).

Unternehmen mit einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in drei Monaten innerhalb des Zeitraums von November 2020 bis Juni 2021 erhalten einen Zuschlag von 25 Prozent auf die Summe der nach Nr. 1 bis 11 des FAQ zur Überbrückungshilfe III der für den dritten Monat erstatteten Fixkosten. Im vierten Monat erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent. 

Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

  • Die monatlichen Höchstbeträge werden deutlich erhöht und vereinheitlicht. Unternehmen können bis zu 1,5 Mio. Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (statt 200.000 bzw. 500.000 Euro). Allerdings gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts.
  • Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen.
  • Der Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wird auf 100.000 Euro angehoben, um Unternehmen schnell und effektiv helfen zu können. Erste Abschlagszahlungen sind im Februar geflossen, die reguläre Auszahlung ist für März geplant.

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro in Deutschland - bei direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen (etwa im Einzelhandel, der Gastronomie, Hotels und der Veranstaltungsbranche) gibt es keine Umsatzgrenze. Damit haben auch größere mittelständische Unternehmen Zugang zu dieser Hilfe.

Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

+++ Update +++

Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann nun zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.

Unternehmen und Soloselbständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Wie beantrage ich das?
Die Überbrückungshilfe III kann bis zum 31. Oktober 2021 hier beantragt werden. Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent bis zum 30. September 2021 antragsberechtigt. Die Antragstellung kann in Kürze über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder.

 

Die Neustarthilfe für Soloselbständige

Worum geht's?
Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe).

Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen.

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben. Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist. Weiter können unständig Beschäftigte, z.B. Schauspieler*innen, die Einkommen aus selbständiger Tätigkeiten und unständiger Beschäftigung beziehen, die Neustarthilfe beantragen. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit gleichgestellt.

+++ Update +++

Neben den Soloselbstständigen und den unständig Beschäftigten sollen auch die kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten Hilfen von bis zu 7.500 € für den sechsmonatigen Zeitraum Januar bis Juni 2021 beantragen können.

Unternehmen und Soloselbständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Wie beantrage ich das?
Die Neustarthilfe kann bis zum 31. September 2021 hier beantragt werden.

Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Antragsfrist endete am 31. März 2021. Änderungsanträge konnten bis zum 31. Mai 2021 gestellt werden.

Finanzielle Förderungen und Entlastungen

NEUSTART KULTUR

Worum geht's?
Mit dem milliardenschweren Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR fördert die Bundesregierung den Kultur-, Kreativ- und Medienbereich. Ziel ist es, sowohl privat finanzierte Einrichtungen als auch Künstler*innen und Kreative stärker zu unterstützen. Es gibt sowohl für einzelne Branchen spezifische Unterstützungen, als auch spartenübergreifende Förderungen von Digital-Programmen.

Für wen ist das interessant?
Das Programm enthält Förderungen für die Bereiche Musik / Musikfestivals / Clubs, Tanz, Theater, Bildende Künste / Galerien, Museen, Gedenkstätte / Archive, Bibliotheken, Rundfunk, Film / Kino und Soziokulturelle Zentren.

Wie beantrage ich das?
Eine nähere Übersicht über die Förderungsmöglichkeiten für die spezifischen Branchen findest du bei uns hier.

Zahlung von Ausfallhonoraren

Worum geht's?
Die Bundesregierung ermöglicht es Kulturinstitutionen, Ausfallhonorare an freischaffenden Kreativen zu zahlen, wenn das Engagement wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste.

Für wen ist das interessant?
Die Regelung gilt für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden. Voraussetzung ist, dass das Engagement bis zum Stichtag 15. März 2020 vereinbart wurde. Bei Gagen unter 1.000 Euro, kann ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts gezahlt werden. Bei Gagen über 1.000 Euro können die Künstler*innen maximal 40 Prozent des Nettoentgelts erhalten; die Obergrenze des Ausfallhonorars liegt bei 2.500 Euro.

Wie beantrage ich das?
Die Pressemitteilung der Bundesregierung findest du hier. Ob Ausfallhonorare gezahlt werden, ist von den individuellen Vertragsbedingungen abhängig. Mehr Informationen gibt es hier.

Sicherheit für zugesagte & erhaltene Zuwendungen

Worum geht's?

  • Zuwendungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien: Müssen geförderte Projekte vorzeitig abgebrochen werden, ist es im Rahmen einer Einzelfallprüfung möglich, von Rückforderungen für bereits zur Projektdurchführung verausgabter Fördermittel abzusehen. Fördermittel, die infolge ausgefallener Veranstaltungen vom Zuwendungsempfänger aufgrund ersparter Ausgaben nicht benötigt werden, sind grundsätzlich zurückzuerstatten.
  • Zuwendungen der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH): Förderzusagen der FHH bestehen, auch wenn die geplanten Produktionen und Projekte momentan nicht oder in anderer Form umgesetzt werden können.

Für wen ist das interessant?
Staatlich geförderte Kulturprojekte und -veranstaltungen, die aufgrund des Coronavirus abgebrochen werden mussten.

Wie beantrage ich das?
Bitte setze dich mit den Ansprechpartner*innen des jeweiligen Zuwendungsgebers in Verbindung.

Corona Recovery Fonds

Die Laufzeit des Corona Recovery Fonds der Hamburgischen Investitions- und Förderbank ging bis zum 31. Mai 2021

Corona-Sofortmaßnahmen der BKM

Worum geht’s?
Mit dem Hilfspaket Kultur im Wert von 25 Millionen Euro fördert die Behörde für Kultur und Medien (BKM) laufende Belastungen, die infolge der Allgemeinverfügung nicht länger durch eigene Mittel gedeckt werden können. Darüber hinaus wird ein Nothilfefonds in Höhe von zwei Millionen Euro eingerichtet, mit dem auf Antrag Ausfälle ausgeglichen werden können, die durch andere Hilfsmaßnahmen nicht erfasst werden.

Für wen ist das interessant?
Das Hilfspaket richtet sich an nicht-staatliche kulturelle Einrichtungen und Betriebe, die bereits eine regelmäßige Förderung der Behörde für Kultur und Medien erhalten oder nach den bestehenden Förderrichtlinien aufgrund der besonderen Situation förderfähig wären. Hiermit sind bspw. Privattheater, Musik-Clubs, Programmkinos, Stadtteilkulturzentren, Musikensembles und Festivals gemeint.

Wie kann ich das beantragen?
Wende dich bitte an deine Ansprechpartner*innen in der Behörde.

Aussetzung/Herabsetzung von Steuerzahlungen

Worum geht’s?
Unternehmen, die wegen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können schon jetzt zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen, z.B. die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis zum 31. Dezember 2020.

Für wen ist das interessant?
Steuerpflichtige, die unmittelbar von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.

Wie beantrage ich das?
Betroffene sollten sich schnellstmöglich mit dem für sie zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Alle Anträge zum Corona-Erlass findest du hier.

Stundung von Krankenversicherungsbeiträgen

Worum geht’s?
Eine Stundung der Versicherungsbeiträge von freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Selbständigen kann beantragt werden, wenn alle anderen Corona-Hilfen ausgeschöpft sind.

Für wen ist das interessant?
Selbstständige, die freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Wie beantrage ich das?
Bitte wende dich dazu an deine Krankenkasse. Allgemeine Informationen gibt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Kurzarbeitergeld

Worum geht’s?
Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Betrieb seine Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber*innen werden zudem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet. Arbeitnehmer*innen, die mindestens ein Kind haben, bekommen 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Bis zum 31. Dezember 2020 wird das Kurzarbeitergeld erhöht: Ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 77 Prozent). Ab dem 7. Bezugsmonat erhöht es sich nochmals auf 80 Prozent (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 87 Prozent).

+++ Update +++

Betriebe, die bis 30. September erstmals oder nach dreimonatiger Unterbrechung erneut Kurzarbeit einführen, können die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld bis 31. Dezember 2021 in Anspruch nehmen. Aktuell gelten die Erleichterungen für Betriebe, die bis zum 31. Juni 2021 Kurzarbeit einführen.

Für wen ist das interessant?
Unternehmen mit mindestens eine*r Mitarbeiter*in. Es muss mindestens ein Zehntel der Beschäftigten von einem Arbeitsausfall in Folge der Epidemie betroffen sein.

Wie beantrage ich das?
Kurzarbeitergeld kann bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Mehr Informationen findest du auf der Homepage der Agentur für Arbeit. Der Antrag kann hier gestellt werden.

IFB Hamburg Kredit Liquidität

Worum geht’s?
Kleinen und mittleren Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, eröffnet die IFB Hamburg kurzfristig mit dem Hamburg Kredit Liquidität neue Spielräume. Die Darlehenshöhe liegt bei mindestens 20.000 Euro und maximal 250.000 Euro. Das Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer Zinsfestschreibung für die ersten fünf Jahre. Der Darlehenszins beträgt in dieser Zeit 1,00 Prozent p.a. Die Tilgung setzt mit dem Beginn des fünften Laufzeitjahres ein. Sondertilgungen können jährlich vorgenommen werden.

Für wen ist das interessant? 
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie Existenzgründer*innen und Vereine. Den HKL beantragen können Unternehmen, die am 31. Dezember 2019 noch nicht in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO waren.

Wie beantrage ich das?
Die Antragsfrist wurde verlängert. Der Hamburg-Kredit Liquidität kann noch bis zum 17. Dezember 2021 beantragt werden. Die aktualisierte Förderrichtlinie wird in Kürze veröffentlicht.
Der Kredite wird über Finanzierungspartner abgewickelt. Weitere Informationen findest du auf der Seite der IFB-Hamburg.

IFB-Förderkredit Kultur Fördermodul Corona

Worum geht's?
Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet im Rahmen des „Hamburger Schutzschirms für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen" eine Förderung für die Hamburger Kultur an. Ziel des IFB-Förderkredits Kultur Fördermodul Corona ist es, dass die finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie soweit ausgeglichen werden, dass die Fortführung des Betriebs ermöglicht wird. Gefördert werden Betriebsmittel, wenn deren Bedarf aus der COVID-19-Krise resultiert. Die maximale Darlehenshöhe liegt bei 300.000 Euro.

Für wen ist das interessant?
Für das Fördermodul Corona sind alle juristischen Personen antragsberechtigt, die Träger oder Eigentümer eines Kulturbetriebes sind und zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung eine Betriebsstätte in Hamburg haben und die am 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO (Abl. L 187/1 vom 26. Juni 2014) waren, aber infolge der COVID-19-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Abweichend davon können Beihilfen für kleine und Kleinstunternehmen im Sinne des Anhangs I der AGVO gewährt werden, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, sofern diese Unternehmen nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens nach nationalem Recht sind und sie weder Rettungsbeihilfen noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.

Wie beantrage ich das?
Genaue Informationen zur Antragstellung sind hier zusammengefasst. Ein Vertragsabschluss ist bis zum 31. Dezember 2021 möglich.

KfW-Kredite

Worum geht’s?
Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe stehen zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf bereits etablierte Förderinstrumente der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

Für wen ist das interessant?
Unternehmen und Freiberufler*innen, die aufgrund der Coronapandemie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten (sind).

Wie beantrage ich das?
Generell werden KfW-Kredite über Finanzierungspartner abgewickelt. Dies kann deine Hausbank oder jede andere Bank bzw. Sparkasse sein. Informationen dazu erhälst du auf der Internetseite der KfW oder über die Hotline: 0800 539 9 001.

Informationen und Beratung

Hotline für Fragen zu Wirtschaftshilfen der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg

Für Unternehmer*innen und Freiberufler*innen mit Fragen zu möglichen Förderungen, Hilfsangeboten, Kurzarbeit hat die Behörde für Wirtschaft und Innovation wieder eine telefonische Hotline sowie eine eigene E-Mail-Adresse geschaltet.

Das Telefon ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu erreichen: 040 42841 1497.

Per E-Mail können Fragen an unternehmenshilfen.kmu@bwi.hamburg.de gerichtet werden.

Hotline der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg

Die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg bietet in Zusammenarbeit mit dem FHH Bürgschaften an. Informationen und Ansprechpartner sind hier zusammengefasst. Die Hotline der Bürgschaftsgemeinschaft lautet: 040 611 700 100.

Hotline zur Grundsicherung für Selbstständige und Künstler*innen

Für die Gruppe der Selbstständigen und der Künstler*innen wurde eine bundesweite Hotline für eine Erstinformation zum Zugang zur Grundsicherung eingerichtet. Die Hotline ist befristet bis Ende 2021. Die Hotline ist erreichbar von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter der Servicerufnummer 0800 4555521.

Hotline der Handelskammer Hamburg

Die Handelskammer Hamburg infromiert auf ihrer Website über die aktuelle Situation und hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 040 36138 130. Eine schriftliche Kontaktuafnahme zu Corona-bedintgen Fragen kann auch via E-Mail vorgenommen werden: corona@hk24.de

Hotline der Handwerkskammer Hamburg

Fragen können telefonisch via 040 35905 302 und per E-Mail an info@hkw-hamburg.de an die Handwerksammer gerichtet werden.

Hotline der Bundesagentur für Arbeit für (Solo-) Selbständige 

Geschulte Mitarbeiter*innen aus den Jobcentern stehen für Fragen rund um die Grundsicherung zur Verfügung. Sie informieren über Anspruchsvoraussetzungen zu Leistungen der Jobcenter, nehmen Antragstellungen entgegen und klären, welche Unterlagen benötigt werden. Die Kolleg*innen weisen auch auf Online-Angebote im Kundenportal hin, beispielsweise wie der vereinfachte Antrag heruntergeladen werden kann. Die Mitarbeiter*innen in der Service-Hotline verweisen auch auf weitere Unterstützungs-und Hilfsprogramme des Bundes und der Länder im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Die Service-Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 0800 4 5555 21 kostenfrei zu erreichen. Weitere Informationen gibt es hier.

Firmenhilfe – Beratung für Selbstständige

Die Firmenhilfe ist die von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Hotline zur Unterstützung von Selbständigen (Freiberufler, Solo-Selbständige, und Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiter*innen) in Hamburg. Die Firmenhilfe berät insbesondere in Notsituationen unkompliziert und kostenlos über einen Telefonservice via 040 4321 6949 sowie durch webbasierte Angebote.

Mehr Aktuelles rund um die Corona-Krise

FAQ für Hamburger Kreativschaffende

Allgemeine Informationen für Unternehmer*innen und Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. mehr erfahren. →

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kreativwirtschaft

Auch im Kreativ- und Kultursektor hinterlässt die Corona-Krise gravierende Spuren mehr erfahren →

Weitere Corona-Hilfsangebote

Eine Übersicht der Hilfsmaßnahmen von Verwertungsgesellschaften, Verbänden, Stiftungen und Initiativen.  mehr erfahren →

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