25.1.2023

Förderung & Finanzierung

Förderungen im Februar: Was gibt es Neues?

 

So vielfältig wie die Kreativwirtschaft ist, so vielfältig sind auch die Förderungen, für die du Anträge stellen kannst. Damit du dich weniger mit der Suche nach passenden Förderungen auseinandersetzen musst und deine Energie in das tatsächliche Antragschreiben stecken kannst, recherchieren wir einmal im Monat aktuelle Förderungen für die du als Hamburger Kreativschaffende*r antragsberechtigt bist. Im Februar stehen zum Beispiel unsere Hamburger Labelförderung, Zuschüsse für Filmemacher*innen und die Wirtschaftlichkeitshilfe für Kulturveranstaltungen auf dem Plan. 

Wenn du nach weiteren Förderungen suchst, schau doch mal in unserem Finanzierungsfinder vorbei. Du bist auf der Suche nach einem Raum für eine temporäre Nutzung? Dann informiere dich gerne über unser Frei_Fläche-Programm. Das Förderprogramm vermittelt Räume für kreative Zwischennutzung hier in Hamburg.

 

Förderungen und Hilfsangebote

Musik

Hamburger Labelförderung

Für wen ist das interessant?
Die Förderung richtet sich an kleine Labels, sogenannte Kleinstunternehmen, mit Sitz oder Niederlassung in Hamburg

Worum geht's?
Insbesondere für kleine Labels ist die Umsetzung von kreativen Projekten oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Labelförderung soll Abhilfe schaffen: Gemeinsam mit der Behörde für Kultur und Medien geben wir Betreiber*innen von Hamburger Musiklabels mehr Planungssichertheit bei der Vorbereitung und Umsetzung von Musikveröffentlichungen. Besonders künstlerische Produktionen, deren Realisierung an kommerziellen Erwägungen scheitert, bekommen die Chance, produziert zu werden. 

Um welche Fördersumme geht es?
Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses, der zwischen 3.000 und 10.000 Euro betragen kann und als Anteilsfinanzierung einen Eigenanteil in Höhe von mindestens 50 Prozent voraussetzt.

Wie beantrage ich das?
Anträge für die kommende Förderrunde können ab dem 18. Januar bis zum 1. März 2023 gestellt werden. Für alle Fragen rund um die Antragstellung bietet Andreas Rautenberg Beratungsgespräche an (Telefon: 0176 383 691 05, E-Mail: ). Wichtige Informationen zur Labelförderung und zum neuen Online-Antragsverfahren finden sich hier. Direkt zur Antragstellung.

Musikfonds

Für wen ist das interessant?
Wer nicht-kommerzielle avantgardistische Musikprojekte durchführen möchte, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Worum geht's? 
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt herausragenden Projekten aus allen Bereichen der aktuellen Musik. Gefördert wird hochambitionierte Musik, die Kunst als Selbstzweck, als existenziell-kreative Notwendigkeit oder Folge unabdingbaren Ausdruckswillens begreift und nicht kommerziell orientiert ist. Du erhältst die Förderung als Zuschuss.

Um welche Fördersumme geht es? 
Die Höhe der Förderung beträgt maximal EUR 50.000 pro Projekt und Jahr.

Wie beantrage ich das?
Anträge für Projekte mit Antragssummen zwischen 2.001 und max. 50.000 EUR können zu drei festgelegten Fristen im Jahr (31.01., 31.05. und 30.09.) eingereicht werden. Weitere Informationen sind hier zu finden. 

Film

Kreatives Europa - Media 

Für wen ist das interessant?
Für alle, die ein Projekt in der Film- oder Medienbranche planen, kann diese Förderung unter bestimmten Voraussetzungen interessant sein. 

Worum geht's?
Das Programm „Kreatives Europa“ unterstützt den kulturellen und audiovisuellen Sektor, indem es Fördermittel für kulturelle und kreative Organisationen, Kinos und Filme bereitstellt. Im Unterprogramm „MEDIA“ werden Fördermittel vergeben für:

  • Talente und Kompetenzen, um Zusammenarbeit und Innovationen bei der Schaffung und Produktion europäischer audiovisueller Werke anzuregen
  • Verbreitung und Vertrieb europäischer audiovisueller Werke auf verschiedenen Plattformen in der EU und weltweit, auch durch innovative Geschäftsmodelle
  • Bekanntmachung europäischer audiovisueller Werke, einschließlich Werke im Bereich des kulturellen Erbes
  • Maßnahmen zur Publikumsbeteiligung und -erweiterung in allen Altersgruppen

Um welche Fördersumme geht es? 
Die Förderung wird als Zuschuss, Preisgeld oder Auftragsvergabe erhalten. Die Höhe der Förderung ist von der Art der geplanten Maßnahme abhängig.

Wie beantrage ich das?
Anträge können im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen gestellt werden. Ausführliche Informationen und Antragsfristen findet ihr im Ausschreibungsportal der EU und beim Creative Europe Desk Deutschland. 

German Motion Picture Fund

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt bist du als Herstellerin oder Hersteller von Filmen oder Serien mit Wohn- oder Geschäftssitz in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union, in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz und einer Niederlassung in Deutschland.

Worum geht's?
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt dich bei der Herstellung von Serien und von Filmen, die nicht für eine Erstauswertung im Kino bestimmt oder geeignet sind.

Um welche Fördersumme geht's?
Die Höhe deines Zuschusses wird nach den zuwendungsfähigen deutschen Herstellungskosten bemessen und beträgt höchstens 80 Prozent der gesamten Herstellungskosten.

  • Für Filme bekommst du einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent der zuwendungsfähigen deutschen Herstellungskosten, maximal aber EUR 2,5 Millionen pro Film
  • Für Serien bekommst du einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent der zuwendungsfähigen deutschen Herstellungskosten, maximal aber EUR 4 Millionen pro Staffel 
  • Für Serien bekommst du einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen deutschen Herstellungskosten, maximal aber EUR 10 Millionen pro Staffel

Wie beantrage ich das?
Bitte stelle deinen Antrag vor Beginn deines Vorhabens und mindestens 6 Wochen vor Drehbeginn bei der Filmförderungsanstalt (FFA). Mehr Infos

Kulturbetriebe

Kreatives Europa Kultur

Für wen ist das interessant?
Die Förderung richtet sich an Kultureinrichtungen aus ganz Europa (juristische Personen). Das umfasst öffentliche Einrichtung wie z.B. Ministerien, öffentliche Museen oder Theater und privatrechtliche Einrichtung wie z.B. eingetragene Vereine oder Unternehmen. Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt. Die antragstellende Organisation (lead partner) muss seit mindestens zwei Jahren über einen Rechtsstatus verfügen.

Worum geht's?
Für ein Europäisches Kooperationsprojekt müssen sich mehrere Partnerorganisationen in einem Konsortium zusammenschließen. Das Konsortium besteht aus einer Einrichtung, die die Koordination übernimmt (auch lead partner genannt), und weiteren Partnerorganisationen. Das Projekt muss sich einer gemeinsamen Idee oder Herausforderung widmen und darauf europäische Antworten finden. Die Aktivitäten müssen grenzübergreifend stattfinden. Ein Projekt sollte das Ziel haben, einen positiven Wandel im europäischen Kultur- und Kreativsektor auszulösen. Die Projekte brauchen somit eine Breitenwirkung und müssen Überlegungen zu Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit beinhalten. Der Förderbereich ist spartenoffen. Nur rein audio-visuelle Projekte werden nicht gefördert.

Um welche Fördersumme geht's?
Bei der Förderung Europäischer Kooperationsprojekte handelt sich um eine Ko-Finanzierung.

Kleine Kooperationsprojekte können mit 80% der förderfähigen Kosten bzw. maximal 200.000 Euro bezuschusst werden. Die verbleibenden 20% müssen von jeder Partnerorganisation aufgebracht werden.

Mittlere Kooperationsprojekte können mit 70% der förderfähigen Kosten bzw. maximal 1 Mio. Euro bezuschusst werden. Die verbleibenden 30% müssen von den Partnerorganisationen aufgebracht werden.

Große Kooperationsprojekte können mit 60% der förderfähigen Kosten bzw. maximal 2 Mio. Euro bezuschusst werden. Die verbleibenden 40% müssen von jeder Partnerorganisation aufgebracht werden.

Wie beantrage ich das?
Die Antragstellung erfolgt vollständig digital über das Funding and Tenders Opportunities Portal (FTOP). In diesem Video-Tutorial zum FTOP wird erklärt, wie du einen Zugang dafür anlegst. Die Antragsunterlagen werden zusammen mit der jeweiligen Ausschreibung veröffentlicht. Die aktuellen Unterlagen und Dokumente findest du weiter unten auf dieser Seite.

Wirtschaftlichkeitshilfe für Kulturveranstaltungen

Für wen ist das interessant?
Private Kultureinrichtungen wie Theater, Musicals, Konzertveranstalter oder Kinos können diesen Zuschuss für Veranstaltungen mit bis zu 2.200 Plätzen erhalten.

Worum geht's?
Hamburg setzt die Wirtschaftlichkeitshilfe für Kulturveranstaltungen fort. Nachdem das Programm des Bundes, das 2021 maßgeblich in Hamburg entwickelt worden war, Ende 2022 ausgelaufen ist, stellt die Stadt neun Millionen Euro zur Verfügung. Damit bietet die Kulturstadt Veranstalterinnen und Veranstaltern weitere sechs Monate lang Planungssicherheit bei der Organisation ihrer Kulturveranstaltungen. Mit der Wirtschaftlichkeitshilfe unterstützt die Stadt private Kultureinrichtungen, die nach wie vor die Folgen der Corona-Pandemie und der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation spüren. Damit die Hamburger Kultureinrichtungen trotz dieser Unsicherheit ihr vielfältiges Kulturangebot aufrechterhalten können, gleicht Hamburg die Verluste aus, wenn weniger Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen verkauft werden als notwendig sind, um die Kosten zu decken.  

Um welche Fördersumme geht's?
Die Förderung greift, wenn für eine Veranstaltung weniger als 90 Prozent der Tickets verkauft werden. Dann kann bis zu einer Auslastung von 90 Prozent und maximal bis zur Höhe der entstandenen Kosten gefördert werden. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 100.000 Euro pro Antrag. Veranstalterinnen und Veranstalter, die mehr als fünf Mal pro Monat ähnliche Veranstaltungen in derselben Veranstaltungsstätte durchführen (zum Beispiel Filmvorführungen in Kinos, Ausstellungen in Museen), stellen einen zeitraumbezogenen Antrag für ihre Veranstaltungen und decken so mehrere Veranstaltungen zeitgleich ab. Hier liegt die Förderhöchstgrenze bei 500.000 Euro pro zeitraumbezogenem Antrag.

Wie beantrage ich das?
Die Hamburger Förderung kann rückwirkend für Veranstaltungen ab 1. Januar 2023 beantragt werden und schließt so nahtlos an die Bundesförderung an. Wie bereits beim Förderprogramm des Bundes können Kulturveranstaltende ihre Veranstaltung online registrieren. Die Registrierung ist ab sofort und ausschließlich digital möglich. Weitere Informationen zur Wirtschaftlichkeitshilfe sind hier zu finden. 

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