9.5.2018

Digitale Transformation

"Der grundsätzliche kreative Prozess ändert sich nicht"

Fotograf: elim SudheimerFotograf: elim Sudheimer

Welche Rolle spielt das Digitale, wenn Neues entsteht? Mit dieser Frage beschäftigt sich Sascha Friesike, Assistant Professor für digitale Innovation an der VU Universität in Amsterdam.

Herr Friesike, Sie forschen über Kreativität und was das im Digitalen eigentlich noch bedeutet. Was macht dieses Themenfeld für Sie so interessant?

Kreativität, also die Fähigkeit etwas Neues zu erzeugen, wird in unserer von Automatisierung und Digitalisierung geprägten Zeit eine immer zentralere Fähigkeit. Wenn wir die Uhr zurückdrehen und gucken, wie viele Menschen vor 200 Jahren, vor 75 Jahren oder auch vor 25 Jahren kreative Tätigkeiten ausgeübt haben und wie viele Menschen heute in irgendeiner Form kreativ arbeiten müssen, dann sehen wir, wie zentral diese Fähigkeit für unsere Gesellschaft geworden ist. Außerdem ist es spannend, weil heute digitale Werkzeuge immer mehr Menschen dabei helfen kreativ zu sein. In meiner Erfahrung finden Menschen viel Genugtuung in kreativen Schaffensprozessen, sich anzuschauen, was das Digitale in diesem Kontext bedeutet und wie es beispielsweise Menschen überhaupt erst in die Lage versetzt, etwas zu erzeugen. Wenn wir besser verstehen, wie wir kreative Prozesse unterstützen können, können wir genau das besser tun.

Was können die Kongressbesucher/innen von Ihrer Keynote „Kreativität und Digitale Transformation: Herausforderungen im Wandel“ erwarten?

Gute Frage, ich muss den Vortrag noch ausarbeiten, aber eine Beobachtung vielleicht schonmal vorweg: Der grundsätzliche kreative Prozess ändert sich durch die Digitalisierung nicht, aber innerhalb des Prozesses selbst verändert sich viel. Feedback beispielsweise kommt früher, Inspirationen sind leichter zu finden, dafür finden aber auch alle die gleichen. Mir fällt auf, dass gerne so getan wird, als hätten sich die Spielregeln alle komplett geändert, dabei müssten wir uns viel mehr darüber unterhalten, was eigentlich ein wirklich gutes Produkt oder guten Inhalt ausmacht und erst in einem zweiten Schritt, wie wir digitale Werkzeuge nutzen können, um dorthin zu kommen.

Kritische Stimmen sagen, dass die Technik zunehmend Einfluss auf die Produktion von kreativen Inhalten nimmt. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Ich glaube, es ist ein gern gemachter Fehler, eine Technologie bestimmen zu lassen, wo ein Inhalt sich hinentwickeln soll. Natürlich erlauben neue Technologien immer neue Formen an Inhalten, aber was der eigentliche Inhalt ist, sollte nicht durch die Technologie getrieben werden. Im Gegenteil, die Technologie sollte sich davon treiben lassen, welche Inhalte Menschen erzeugen wollen. Auch neigen wir dazu, zu unterschätzen, wie sehr Menschen an bestehenden Formaten hängen und wie schwer sie sich tun, etwas anzunehmen, was nicht in ihr Denken passt. Vieles ist technisch möglich, scheitert dann aber am Publikum.

 

Welche Rolle spielt das Digitale, wenn Neues entsteht? Mit dieser Frage beschäftigt sich Sascha Friesike, Assistant Professor für digitale Innovation an der VU Universität in Amsterdam und assoziierter Forscher am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG). Bei unserem Digitalkongress Mind the Progress hat Friesike die Eröffnungskeynote zum Thema „Kreativität und Digitale Transformation: Herausforderungen im Wandel“ gehalten.

Über Mind the Progress

Mit Mind the Progress haben wir 2018 einen neuen Digitalkongress ins Leben gerufen, der Inhalt und Technologie, Kreativität und Digitalisierung zueinander ins Verhältnis setzt. Bestimmt die Form den Inhalt oder der Inhalt die Form? Gegenwärtige und historische Ansätze mischen sich mit Visionen und Utopien der Zukunft. Keynotes, Vorträge und Panels von lokalen, nationalen und internationalen Speaker/innen werden durch ein künstlerisch-technisches Rahmenprogramm ergänzt. Eine Fortsetzung in 2019 ist geplant. 

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Nov21

Rechtsberatung zu Internetrecht durch Cyber Law Clinic

21.11.2018 17:30 Uhr

Der Einstieg in die Selbstständigkeit aber auch die tägliche Arbeitspraxis der Selbstständigen in der Kreativwirtschaft sind mit einer Reihe von Entscheidungen verbunden, die auch rechtliche Dimensionen umfassen.Oft wird nicht gleich ein/e Rechtsanwalt/anwältin gebraucht, aber wo sonst gibt es
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Cross Innovation Lab – Finissage

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Zum Abschluss der dreimonatigen Arbeits- und Ausstellungsphase laden wir zu einer Finissage mit Teilnehmenden und Interessierten ein.
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Nutzungskonzepte für Veringhof 7: Workshop für Wilhelmsburger/innen

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Dieser Workshop bietet Anwohner/innen und vor Ort Gewerbetreibenden die Gelegenheit, mögliche Konzepte und Ideen für das Areal Veringhof 7 im Stadtteil Wilhelmsburg einzubringen, diese zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Unterschiedliche Themen werden in Kleingruppen und im Plenum bearbeitet. Die Vorschläge und Ideen werden anschließend in das Verfahren für die Erstellung eines Nutzungskonzeptes eingespeist.
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Stippvisite bei HHLab

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Die Digitalzentrale von NOZ Medien und mh:n Medien in Hamburg ist einer der innovativsten Orte der deutschen Medienszene und wurde Anfang 2018 gegründet. Diese Stippvisite wird in Kooperation mit der Initiative nextMedia.Hamburg angeboten. In der Reihe „Stippvisite“ vernetzt die Hamburg Kreativ Gesellschaft lokale Unternehmen mit dem kreativen Nachwuchs. Studierende, Berufsfachschüler und Absolventen statten potenziellen Arbeit- und Auftraggebern einen kurzen Besuch ab, lernen Unternehmen kennen und können vor Ort Geschäftsführern oder Personalverantwortlichen ihre Fragen stellen.
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Der Music WorX Pitch 2018 ist das Finale des diesjährigen Accelerator-Programms und gibt den Accelerator-Teilnehmenden sowie weiteren ausgewählten Musik-Start-ups die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee im Rahmen eines Pitches vor einer Fachjury und dem Hamburger Publikum vorzustellen.
Vortrag  
ORT Warner Music Germany
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