Der Cross Innovation Hub wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) co-finanziert.

7.8.2018

Neue Geschäftsmodelle

Blockchain - Umbruch in der Kreativwirtschaft?

Fotograf: Selim SudheimerFotograf: Selim Sudheimer

Wegbereiter einer neuen Ära oder überschätzter Hype? – Die Diskussion um die Blockchain reißt nicht ab. Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Unternehmens- berater und Blockchain-Experte Jens H. Paulsen über mögliche Chancen und darüber, was es braucht, um neue Anwendungsgebiete für die Blockchain zu entwickeln.

Herr Paulsen, kein Tag vergeht ohne neue Schlagzeilen zur Blockchain. Viele bringen die Technologie direkt mit der Diskussion um hoch spekulative Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum in Verbindung. Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Und woher rührt das große Aufsehen?

Sie haben Recht, Kryptowährungen erfahren derzeit die größte Aufmerksamkeit. Das liegt daran, dass sie den ersten großen Anwendungsfall der neuen Technologie darstellen. Streng genommen handelt es sich bei Kryptowährungen um den Ursprung der Technologie. Sie wurde erstmals 2009 von Satoshi Nakamoto als „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ beschrieben. Schon in ihrer Urform kann man die Technologie als Revolution beschreiben, da sie ein elektronisches Zahlungssystem ohne Banken darstellt – einen völlig neuen Entwurf für den Zahlungsverkehr. Allerdings ist hier noch lange nicht Schluss. Plattformen wie Ethereum ermöglichen den regelbasierten Transfer digitaler Güter über alle Grenzen hinweg – ohne, dass hierfür Intermediäre benötigt werden. Jeder kann an diesem Netzwerk teilnehmen. Tatsächlich lässt sich auf einfachstem Weg eine Versicherung auf Gegenseitigkeit über eine solche Plattform abbilden – und das, ohne dass technisch ein Versicherer benötigt wird.

Die Blockchain wird für digitale Werte eine ähnliche Revolution bedeuten wie das Internet für Informationen. Die enorme Entwicklung, welche die Technologie bereits in ihren ersten neun Jahren durchlaufen hat, zeigt ihr Potential. Heute schon beschäftigen sich nahezu alle großen Unternehmen mit den Möglichkeiten dieser Technologie.

Wie schätzen Sie die Potentiale der Blockchain für den Kulturbetrieb und die Kreativwirtschaft ein?

Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Technologie für den Kulturbetrieb und für die Kreativwirtschaft kein ähnlich disruptives Potential wie in der Finanzindustrie entwickeln wird, so sehe ich durchaus viele Anwendungsgebiete in diesem Bereich. Die Blockchain ermöglicht den äußerst sicheren, wenn gewünscht transparenten, Transfer von Gütern bzw. den Nachweis eines Zustands oder Besitzes zu einer bestimmten Zeit. Auch, wenn das auf den ersten Blick weit entfernt wirkt, so ließe sich doch nachweisen, wer die Autorin oder der Autor eines Musikstückes ist, an wen diese Musikrechte verkauft worden sind oder aber wohin potentielle Tantiemen fließen müssten. Der Schwarzmarkt von Tickets könnte erheblich eingeschränkt werden, wenn diese mit entsprechenden Verkaufsregeln auf der Blockchain gehandelt werden. So könnte zum Beispiel auch ein maximaler Aufschlag auf den Verkaufspreis vordefiniert werden. Ein anderes Beispiel könnte die Finanzierung von Projekten darstellen. Erste Start-ups haben bereits Filme mittels Blockchain finanziert und automatisch die durch Streaming gesammelten Gelder direkt und ohne Zeitversatz an die beteiligten Personen mittels vordefinierter Smart Contracts ausgegeben.

Was braucht es, um sich mit der Blockchain zu beschäftigen? Wie viel technisches Vorwissen ist notwendig, um konkrete Lösungen auf Basis der Blockchain zu entwickeln?

Mit dem Thema beschäftigen kann sich wirklich jeder. Das Konzept ist auf den ersten Blick nicht so einfach zu erfassen und benötigt etwas Einarbeitung in die Thematik. Im Anschluss ist man jedoch durchaus im Stande Anwendungsfälle zu entwickeln. Technisches Vorwissen ist allerdings für die technische Entwicklung schon von Nöten, da die Plattformen zum Teil eigene Programmiersprachen mit sich bringen und sich die Art und Weise der Programmierung, von der normalen in einigen PEinschätzungenunkten unterscheidet. Grundsätzlich ist es jedoch wünschenswert, wenn sich interdisziplinäre Teams mit dem Thema gemeinsam beschäftigen. Einen guten Blockchain-Anwendungsfall macht die kombinierte Sicht aus ökonomischen, fachlichen, technischen aber auch sozioökonomischen Gesichtspunkten aus.
 

Jens H. Paulsen ist Manager am Blockchain Institute der Unternehmensberatung Deloitte. Sein Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre führte ihn u.a. an die Universität Flensburg, die University of Southern Denmark, die University of Macau sowie an die Copenhagen Business School. Nach beruflichen Stationen in verschiedenen Strategieberatungen stieg Paulsen 2015 als Senior Consultant bei Deloitte ein, wo er seit 2017 eine Manager-Position bekleidet. An der Blockchain fasziniert ihn vor allem, „wie eine Technologie unser Verständnis von bestehenden Geschäftsmodellen komplett verändern wird.“

"Die Blockchain im Kulturbetrieb" - Sommerakademie 2018

Ob Virtual Reality in der Gesundheitsprävention oder Blockchain im Kulturbetrieb - Jahr für Jahr entwickeln rund 20 Studierende verschiedener Fachrichtungen in der Sommerakademie neue Lösungen für konkrete Herausforderungen. Mit dem Angebot wenden wir uns gezielt an Studierende verschiedener - sowohl technischer als auch anderer - Fachrichtungen aller Hamburger Hochschulen und Universitäten. 2018 entwickelten die Studierenden in interdisziplinären Teams innovative Konzepte auf Basis von Blockchain mit konkretem Anwendungsbezug zu den Herausforderungen, mit denen sich Kultureinrichtungen in Hamburg konfrontiert sehen.

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Das Magazin
Nov21

Rechtsberatung zu Internetrecht durch Cyber Law Clinic

21.11.2018 17:30 Uhr

Der Einstieg in die Selbstständigkeit aber auch die tägliche Arbeitspraxis der Selbstständigen in der Kreativwirtschaft sind mit einer Reihe von Entscheidungen verbunden, die auch rechtliche Dimensionen umfassen.Oft wird nicht gleich ein/e Rechtsanwalt/anwältin gebraucht, aber wo sonst gibt es
Beratung  
ORT Hamburg Kreativ Gesellschaft
Hongkongstraße 5, 20457 Hamburg
Nov22

Cross Innovation Lab – Finissage

22.11.2018 18:00 Uhr

Zum Abschluss der dreimonatigen Arbeits- und Ausstellungsphase laden wir zu einer Finissage mit Teilnehmenden und Interessierten ein.
Vernetzung  
ORT Hamburg Kreativ Gesellschaft im Oberhafenquartier
Stockmeyerstr. 41-43, 20457 Hamburg
Nov23

Nutzungskonzepte für Veringhof 7: Workshop für Wilhelmsburger/innen

23.11.2018 17:30 Uhr

Dieser Workshop bietet Anwohner/innen und vor Ort Gewerbetreibenden die Gelegenheit, mögliche Konzepte und Ideen für das Areal Veringhof 7 im Stadtteil Wilhelmsburg einzubringen, diese zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Unterschiedliche Themen werden in Kleingruppen und im Plenum bearbeitet. Die Vorschläge und Ideen werden anschließend in das Verfahren für die Erstellung eines Nutzungskonzeptes eingespeist.
Workshop  
ORT Bürgerhaus Wilhelmsburg
Mengestraße 20 Großer Saal, 21107 Hamburg
Nov26

Stippvisite bei HHLab

26.11.2018 10:00 Uhr

Die Digitalzentrale von NOZ Medien und mh:n Medien in Hamburg ist einer der innovativsten Orte der deutschen Medienszene und wurde Anfang 2018 gegründet. Diese Stippvisite wird in Kooperation mit der Initiative nextMedia.Hamburg angeboten. In der Reihe „Stippvisite“ vernetzt die Hamburg Kreativ Gesellschaft lokale Unternehmen mit dem kreativen Nachwuchs. Studierende, Berufsfachschüler und Absolventen statten potenziellen Arbeit- und Auftraggebern einen kurzen Besuch ab, lernen Unternehmen kennen und können vor Ort Geschäftsführern oder Personalverantwortlichen ihre Fragen stellen.
Vernetzung  
ORT HHLab
Barnerstraße 14, 22765 Hamburg
Nov26

Butter bei die Fische (Vortragsreihe)

26.11.2018 18:00 Uhr

Teilnahmeberechtigt sind Studierende, Berufsfachschüler/innen und Absolvent/innen (bis 5 Jahre nach dem Abschluss) von kreativen Ausbildungs- und Studiengängen.Die Vortragsreihe "Butter bei die Fische" richtet sich an zukünftige Freiberufler/innen und Gewerbetreibende, die auf den Einstieg in de
Vortrag  
ORT Hamburg Kreativ Gesellschaft im Oberhafenquartier
Stockmeyerstr. 43 Mittelbau der Halle 4, 20457 Hamburg
Nov27

Crowdfunding Club

27.11.2018 15:00 Uhr

Beim regelmäßig stattfindenden Crowdfunding Club erfahren die Teilnehmenden, wie sie ihre Kampagne optimal vorbereiten und welche Faktoren den Ausgang ihrer Kampagne beeinflussen. Außerdem gibt es Ratschläge, welche Gegenleistungen oder „Dankeschöns“ gut geeignet sind, damit möglichst viele Geldgeber und Geldgeberinnen Ihr Projekt mitfinanzieren.
Workshop  
ORT Mindspace Hamburg
Rödingsmarkt 9 M11, 20459 Hamburg
Nov27

Music WorX Pitch 2018 #mwxhh

27.11.2018 18:00 Uhr

Der Music WorX Pitch 2018 ist das Finale des diesjährigen Accelerator-Programms und gibt den Accelerator-Teilnehmenden sowie weiteren ausgewählten Musik-Start-ups die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee im Rahmen eines Pitches vor einer Fachjury und dem Hamburger Publikum vorzustellen.
Vortrag  
ORT Warner Music Germany
Alter Wandrahm 14, 20457 Hamburg
Nov27

Cross Innovation - Get-together #13

27.11.2018 19:00 Uhr

An jedem letzten Dienstag im Monat nehmen wir Sie mit auf eine kurze Reise hinter die Kulissen des Cross Innovation Hub.
Vernetzung  
ORT Hamburg Kreativ Gesellschaft im Oberhafenquartier
Stockmeyerstr. 41-43, 20457 Hamburg
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