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Das Oberhafen- quartier

Mit dem Oberhafenquartier in der östlichen HafenCity entsteht in den kommenden Jahren ein dauerhafter und zentraler Ort für Kultur- und Kreativnutzungen in Hamburg.

Entwicklung Oberhafenquartier

Ein neues Kultur- und Kreativquartier für Hamburg

Das 67000 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Güterbahnhofes, bestehend aus lang gestreckten Lagerhallen, kleinen Geschossbauten und ehemaligen Gleisanlagen, soll gemäß der geänderten Masterplanung von 2010 für einen Entwicklungszeitraum von etwa 15 bis 20 Jahren einer neuen Nutzung zugeführt werden. Gemeinsam mit der HafenCity GmbH gestaltet die städtische Fördereinrichtung Hamburg Kreativ Gesellschaft einen schrittweisen und dialogorientierten Transformationsprozess, der das Schaffen neuer, günstiger kultureller wie auch kreativwirtschaftlicher Arbeits-, Produktions- und Präsentationsräume zum Ziel hat.

Der Oberhafen, ursprünglich als Güterbahnhof errichtet und bis vor kurzem geprägt durch langjährige Lager- und Logistiknutzung, bietet mit seiner zentralen Lage, seinem industriellen Charme und den kostengünstigen Konditionen ein geeignetes Umfeld für Kreative. Noch bevor sich der städtische Fokus auf das Areal richtete, siedelten sich bereits erste Akteure aus Kultur und Kreativwirtschaft an: Der Kammerkunstverein hat hier seit Jahren seinen Sitz und betreibt im Oberhafen eine regelmäßige Veranstaltungsreihe. Kreatives Handwerk, Setbau und Design entstehen bei den ansässigen Firmen vonschmidt, Set it On, 3DB1, Chamäleon Service und form-hamburg. Carsten Kähler, Fotograf und Inhaber der Kommunikationsagentur Kähler & Kähler, hat seine Wirkungsstätte in den Büroräumen des Mittelbaus der Halle 4. Eine beispielhafte Transformation hat das Film- und Fotostudio LivingArt, bereits seit mehr als 15 Jahren im Oberhafen ansässig, vollzogen. Es wurde erst kürzlich um einen Ort für Veranstaltungen ergänzt, der den Namen Halle 424 trägt und neben Film- und Fotosessions auch Raum für ausgewählte Jazz- wie auch Klassikkonzerte und Ausstellungen bietet. Darüber hinaus ist der Oberhafen eine oft verwendete Kulisse für Film- und Musikvideodrehs.

Dieses Potenzial berücksichtigend, bildet der Erhalt der bestehenden baulichen Struktur den Ausgangspunkt des baulichen Entwicklungsprozesses. Und um diesen zielführend zu gewährleisten, verbleiben – anders als in der restlichen HafenCity – Grund und Boden sowie auch die Bestandsgebäude des Oberhafenquartiers im Sondervermögen der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Sanierung der ehemaligen Logistikhallen erfolgt im Rahmen geringwertiger Grundstandards, um die Mieten für preissensitive kulturelle Nutzungen niedrig zu halten. Die Hallen bleiben im Basisausbau daher auch im nicht-wärmegedämmten und unbeheizten Zustand.

Ein international ausgerichtetes Symposium auf Kampnagel markierte 2011 den Auftakt für die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Transformationsprozess. Es lieferte theoretische wie auch praktische Erkenntnisse zur Gestaltung des Transformationsprozesses. In darauf folgenden Veranstaltungen und Diskussionen mit verschiedenen Akteuren wurde schließlich ein Leitfaden für die Ausschreibungen entwickelt, mit denen die Flächen neu vergeben werden sollten.

In einem ersten Interessenbekundungsverfahren (2012) wurde für ein Hallensegment von rund 600 m² die Hanseatische Materialverwaltung, ein gemeinnütziger Fundus zur Wiederverwertung von Materialien und Bauten aus Film, Messe und Theater, aus 15 eingereichten Konzepten von einer unabhängigen Jury als exemplarische Pioniernutzung ausgewählt. Im Mai 2013 hat die Hanseatische Materialverwaltung ihren Betrieb im Oberhafen aufgenommen und ist dort zu einem wichtigen Knotenpunkt für Kreative aus Hamburg und dem Umland geworden.

Artwatcher at today's #indiemagday.

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Im zweiten Interessensbekundungsverfahren wurden Ende 2013 weitere 6.000 m² Hallenfläche ausgeschrieben. Ein Juryverfahren und anschließende Sondierungsgespräche brachten eine Auswahl an potenziellen Kernnutzern hervor, deren Konzepte in der Folge Einfluss auf den 2014 gestellten Bauantrag hatten.

Nach einigen Verzögerungen im Bauplanungs- und Genehmigungsprozess, wird ein positiver Bescheid des Bauantrages für Anfang 2016 erwartet. Nach Erhalt der Baugenehmigung und der Ausschreibung der Baumaßnahmen können die Sanierungsarbeiten im Oberhafen beginnen. Auch der Einzug der ersten neuen Kernnutzer ist für die zweite Jahreshälfte 2016 anvisiert.

Aktuell werden keine weiteren Flächen im Oberhafen vergeben. Mit dem Einzug der ersten neuen Mieter in 2016 wird ein neues Verfahren zur Vergabe weiterer verfügbarer Flächen aufgelegt. Wenn Sie Interesse haben, sich zukünftig mit Ihrem Projekt oder Ihrer Unternehmung im Oberhafen niederzulassen, können Sie sich jederzeit mit uns in Verbindung setzen.

Für temporäre kulturelle und kreativwirtschaftliche Projekte bietet die Hamburg Kreativ Gesellschaft seit 2013 ein ca. 700 m² großes Segment der Halle 4 im Oberhafen an. Dieses kann für mindestens einen Tag bis maximal vier Wochen angemietet werden. Der Mietpreis richtet sich nach Ausrichtung und Dauer der Nutzung und beginnt bei 30 Euro pro Tag. Falls Sie Interesse an der Anmietung der Flächen haben, melden Sie sich gerne bei uns.

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Jean Rehders

Jean Rehders

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Tel. +49 – 40 – 879 7986-16
Email Jean.Rehders@kreativgesellschaft.org

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